DeMasKI steht für "Desinformation und ihre Muster: Identifikation populistischer Emotionalisierung mit einem hybriden Ansatz". Im interdisziplinären Verbundvorhaben wird eine Open-Source-Toolbox entwickelt, mit der in Texten – etwa Social-Media-Posts – antidiskursive Strukturen identifiziert und klassifiziert werden können. Die zugrunde liegenden Identifikationsstrategien und Klassifikationsregeln sollen dazu dienen, rhetorische Muster von Desinformationen sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
Das iRights.Lab ist im Projekt für das Teilvorhaben „DeMasKI – Ethische Reflexion und Transfer in die Zivilgesellschaft“ zuständig. Auf Basis der Erkenntnisse aus dem Gesamtprojekt sensibilisiert und unterstützt das Teilvorhaben, Organisationen der Zivilgesellschaft im Themenfeld Desinformation und trägt dazu bei, die Projektergebnisse in die zivilgesellschaftliche Praxis zu übertragen. Zu diesem Zweck werden Materialien und Workshops für die Arbeit von Multiplikator*innen zivilgesellschaftlicher Initiativen, Vereine und Verbände didaktisch entwickelt und aufbereitet. Ziel ist es, Akteur*innen dabei zu unterstützen, Muster von Desinformation zu erkennen, sichtbar zu machen und Strategien im Umgang damit zu entwickeln.
Für das Projekt entwickelt das iRights.Lab zudem einen systematischen, interdisziplinären Reflexionsprozess, der die einzelnen Projektschritte begleitet. Damit sollen die Chancen, Risiken und Zielkonflikte der geplanten Open-Source-Toolbox frühzeitig identifiziert, kritisch bewertet und Maßnahmen zur Risikominimierung sowie Chancenverstärkung ausgearbeitet werden. Das Ziel besteht darin, die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Grundrechten und Gemeinwohl systematisch zu analysieren, die Begründungen für Gestaltungs-entscheidungen transparent zu machen (beispielsweise in Form eines Risiko- und Chancenregisters) und die Perspektiven der beteiligten Akteur*innen – etwa aus Sprach-, Politik- und Rechtswissenschaft, Informationstechnik, Psychologie, Pädagogik und Zivilgesellschaft – von Beginn an einzubeziehen.
DeMasKI wird als interdisziplinäres Verbundvorhaben im Rahmen der BMFTR-Fördermaßnahme „Desinformation – erkennen, verstehen, abwehren“ umgesetzt. Neben dem iRights.Lab wirken die Technische Universität Nürnberg, die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Gesellschaft für Informatik e.V. als Projektpartner mit.
Weitere Informationen zum Projekt: https://gi.de/meldung/projekt-kick-off-demaski-desinformation-erkennen