Vernetzte Mobilität: „Erweiterung der persönlichen Autonomie oder Eingrenzung der Privatsphäre?“

© Stefan Zeitz

Das Sammeln und Auswerten möglichst großer Datenmengen etabliert sich in immer mehr Lebensbereichen, der Begriff „Big Data“ ist in aller Munde. Während Skeptiker das Ende der Privatsphäre vorhersehen, eröffnet Big Data viele bislang ungeahnte Möglichkeiten, die Lebenssituation jedes Einzelnen zu verbessern.

Wissenschaftler, Staaten und Unternehmen arbeiten an neuen Mobilitätskonzepten und -technologien: Das selbstfahrende Auto ist keine Zukunftsmusik mehr, ebenso wenig wie intelligente Verkehrssteuerung in Echtzeit. Am Beispiel von Smart Mobility wurden die Chancen und Risiken dieser Entwicklung eruiert:

Welche Daten sammeln die vielen Sensoren, die eine vernetzte Mobilität ermöglichen?

Wer verwendet diese Daten und welche Rückschlüsse werden daraus gezogen?

Welche gesellschaftlichen Regeln sind im Umgang mit Mobilitätsdaten notwendig?

Diese und weitere Fragen wurdem am 25. Juni 2015 in der Stuttgarter Phoenixhalle im Römerkastell mit hochrangigen Expertinnen und Experten diskutiert.

© Stefan Zeitz

Programm

17.30 – Begrüßung
Philipp Otto, Projektleiter „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“, Founder & Executive Director des iRights.Lab

17.35 – Begrüßung und Einführung
Matthias Kammer, Direktor, Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet

17.40 – Grußwort
Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

17.50 – Keynote: Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus?
Norbert Barthle, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

18.10 – Keynote: Maschinelle Intelligenz und der mobile Mensch – was ist zu tun?
Alexander Mankowsky, Zukunftsforscher Daimler AG

18.30 – Keynote: Was bedeutet die digitale Revolution für den Individualverkehr der Zukunft?
Prof. Dr. Nikolaus Forgó, Institut für Rechtsinformatik, Leibniz Universität Hannover

18.50 – Podiumsdiskussion: Mobile Welt – Wem nützt Big Data?
Ulrich Chiellino, Leiter Interessenvertretung Verkehr ADAC e.V.
Jörg Klingbeil, Landesbeauftragter für den Datenschutz Baden-Württemberg
Ivo Körner, Geschäftsführer Vertrieb Branchenkunden IBM Deutschland GmbH
Alexander Mankowsky, Zukunftsforscher Daimler AG

19.30 – Publikumsfragen

19.50 – Fazit
Matthias Kammer

Durch die Veranstaltung führten Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21 e.V. (Moderation Podiumsdiskussion) und Matthias Kammer (Gesamtmoderation).

Die Veranstaltung war Teil des Projekts „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“, mit dessen Durchführung das iRights.Lab vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) beauftragt ist. Nachdem im ersten Projektteil die grundsätzliche Frage erörtert wurde, ob ein Digitaler Kodex fehlende soziale Normen im Internet etablieren kann, stand im zweiten Abschnitt eine Konkretisierung anhand des Themas „Big Data“ im Mittelpunkt. Projektleiter ist Philipp Otto, Founder & Executive Director des iRights.Lab. Weitere Informationen finden Sie beim DIVSI.