Start­schuss für das Con­tent Block­chain Pro­ject

Digi­ta­le Inhal­te und Nut­zungs­li­zen­zen zu ver­wal­ten, zu iden­ti­fi­zie­ren und mit ihnen zu han­deln ist ein kom­ple­xes Unter­fan­gen. Das Con­tent Block­chain Pro­ject soll dafür inno­va­ti­ve und ein­fa­che Lösun­gen ent­wi­ckeln.

Mit dem Con­tent Block­chain Pro­ject wol­len wir ein offe­nes Öko­sys­tem für die Ver­brei­tung digi­ta­ler Inhal­te schaf­fen. Als ers­tes Kern­ele­ment ent­wi­ckeln wir des­halb einen stan­dar­di­sier­ten soge­nann­ten Iden­ti­fier, den Inter­na­tio­nal Stan­dard Con­tent Code (ISCC). Er ist ver­gleich­bar mit den tra­di­tio­nel­len Iden­ti­fi­ern in der Medi­en­welt wie ISBN, ISSN oder ISRC, geht jedoch weit über diese hin­aus. Ziel ist es, dass der ISCC mit Hilfe einer ein­fach zu bedie­nen­den Anwen­dung aus digi­ta­len Inhal­ten wie etwa Bil­dern, Tex­ten oder Vide­os kos­ten­los und von jedem gene­riert wer­den kann.

Dane­ben arbei­ten wir an einem Modus, wie man für bestimm­te Anwen­dungs­fäl­le die Lizen­zie­rung von digi­ta­len Inhal­ten soweit ver­ein­fa­chen kann, dass diese schnell, unkom­pli­ziert und all­ge­mein­ver­ständ­lich durch­ge­führt wer­den kann.

Der drit­te Kern­as­pekt besteht schließ­lich in der Ein­tra­gung von Iden­ti­fier und Lizenz­be­din­gun­gen auf einer Block­chain, die öffent­lich zugäng­lich und maschi­nen­les­bar ist. Block­chains ermög­li­chen es, Vor­gän­ge wie Exis­tenz­nach­wei­se von Inhal­ten, Trans­ak­tio­nen oder Ver­trä­ge gleich­zei­tig und nahe­zu fäl­schungs­si­cher auf einer sehr hohen Zahl an welt­weit ver­streu­ten Com­pu­tern zu regis­trie­ren. Dar­aus erge­ben sich diver­se Inno­va­ti­ons­po­ten­zia­le, die bis­her vor allem im Finanz­we­sen in Form von Cryp­to-Wäh­run­gen wie Bit­coin grö­ße­re Bekannt­heit erlangt haben.

Wer Inhal­te wie und unter wel­chen Bedin­gun­gen und zu wel­chen Kos­ten ver­wen­den darf, soll in Zukunft sim­pel und auto­ma­ti­siert beant­wor­tet wer­den.

In den kom­men­den Mona­ten wer­den wir das Con­tent Block­chain Pro­ject kon­ti­nu­ier­lich vor­an­trei­ben, um bis März 2018 einen funk­ti­ons­fä­hi­gen Pro­to­ty­pen zu schaf­fen. Eine erste Web-Demo zur Erstel­lung von Iden­ti­fi­ern für Texte ist für August 2017 geplant. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Updates zum Con­tent Block­chain Pro­jekt fin­den Sie auf https://content-blockchain.org/.

Pro­jekt­part­ner des iRights.Lab sind die Craft AG, die Crea­ti­ons GmbH und der Ver­le­ger und Unter­neh­mer Sebas­ti­an Posth. Bei Pres­se- sowie all­ge­mei­nen Anfra­gen schrei­ben Sie bitte an info@content-blockchain.org.

Für unser Pro­jekt wur­den wir vom Inno­va­ti­on Fund der Digi­tal News Initia­ti­ve (DNI) finan­zi­ell unter­stützt. Die DNI ist eine Part­ner­schaft zwi­schen Goog­le und euro­päi­schen Ver­la­gen, die dar­auf abzielt, die Macher von Qua­li­täts­jour­na­lis­mus durch Tech­no­lo­gie und Inno­va­ti­on bei ihrer Arbeit zu unter­stüt­zen.