Pro­jekt­be­richt zeigt Chan­cen und Risi­ken von Big Data

Das iRights.Lab legt zum Abschluss der zwei­ten Phase des Pro­jekts „Braucht Deutsch­land einen Digi­ta­len Kodex?“ eine umfang­rei­che Stu­die zu Big Data vor. Darin geht es um die The­men­fel­der Smart Health und Smart Mobi­li­ty.

Der im Auf­trag des Deut­schen Insti­tuts für Ver­trau­en und Sicher­heit im Inter­net (DIVSI) ent­stan­de­ne Bericht beschreibt anschau­lich die mit der Samm­lung gro­ßer Daten­men­gen ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen. Im Mit­tel­punkt der Ana­ly­se ste­hen die gesell­schaft­li­chen Kon­flikt­li­ni­en im Zusam­men­hang mit Big Data. „Heute sind es noch erste Ver­su­che, sich die­sen gesell­schaft­li­chen Fra­gen zu nähern, mor­gen wird die Lösung und Beant­wor­tung die­ser Fra­gen über unse­re Zukunft ent­schei­den“, so Phil­ipp Otto, Lei­ter des Pro­jekts „Braucht Deutsch­land einen Digi­ta­len Kodex?“. Der Foun­der und Exe­cu­ti­ve Direc­tor des iRights.Lab ergänzt: „Nur wenn es uns gelingt, alle gesell­schaft­li­chen Akteu­re an einen Tisch zu bekom­men und gemein­sam adäqua­te Model­le zum tech­ni­schen, recht­li­chen und ethi­schen Umgang mit gro­ßen Daten­men­gen zu ent­wi­ckeln, kön­nen wir in die Phase der akti­ven gesell­schaft­li­chen Gestal­tung ein­tre­ten. Das ist unser Ziel.“ Mit dem vor­lie­gen­den Bericht haben das iRights.Lab und DIVSI die Grund­la­ge dafür geschaf­fen, einen Digi­ta­len Kodex für den Bereich Big Data zu ent­wi­ckeln.

Die Ergeb­nis­se der Stu­die im Rah­men des knapp ein­jäh­ri­gen Teil­pro­jekts Big Data wur­den gemein­sam mit über 40 Exper­tin­nen und Exper­ten aus Wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft erar­bei­tet. Hier­für fan­den unter ande­rem aus­führ­li­che Inter­views und Kon­sul­ta­tio­nen statt. Dar­über hin­aus hat eine Exper­ten­grup­pe das Pro­jekt über seine Lauf­zeit hin­weg im Sinne eines „Soun­d­ing Board“ beglei­tet. Öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen in Stutt­gart und Ber­lin dien­ten dazu, die im Pro­jekt erar­bei­te­ten Erkennt­nis­se in die öffent­li­che Debat­te ein­zu­brin­gen und wei­te­re Ein­schät­zun­gen ein­zu­ho­len.

Der Pro­jekt­be­richt kann hier kos­ten­los (PDF, ca. 2 MB) her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Das DIVSI hat das iRights.Lab bereits 2013 damit beauf­tragt, gemein­sam in einem ers­ten Schritt zu erfor­schen, ob Deutsch­land einen Digi­ta­len Kodex benö­tigt. Nach­dem diese Frage posi­tiv beant­wor­tet wurde, befass­te man sich im zwei­ten Pro­jekt­teil unter ande­rem kon­kret mit Big Data. Durch seine Fokus­sie­rung auf pra­xis­ori­en­tier­te Bei­spie­le erleich­tert der vor­lie­gen­de Bericht zum einen den Ein­stieg in das kom­ple­xe Thema Big Data. Auf­grund der ein­ge­flos­se­nen Exper­ti­se stellt er ande­rer­seits aber auch einen fun­dier­ten Bei­trag zu einem hoch­re­le­van­ten und viel­dis­ku­tier­ten Bereich dar.