Die neuen Verbraucher*innen

Mit digitalen Informationsangeboten Geflüchteten das Ankommen erleichtern

Als Verbraucher*innen benötigen geflüchtete Menschen Informationen wie alle anderen auch. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz will ihre Bedürfnisse erkennen und praktische Tipps für gute Online-Angebote bereitstellen.

Die Her­aus­for­de­rung

Neben den Kom­ple­xi­tä­ten des Asyl­ver­fah­rens und dem Zurecht­kom­men in einer neuen Umge­bung sind es vor allem Situa­tio­nen im Ver­brau­cher­all­tag, die sich als schwie­rig erwei­sen für Geflüch­te­te: Sie müs­sen einen Han­dy­ver­trag in einer frem­den Spra­che abschlie­ßen und für ihren täg­li­chen Bedarf ein­kau­fen. Wer sich als Verbraucher*in kom­pe­tent bewe­gen kann, macht sich schnel­ler mit den gel­ten­den Stan­dards in Deutsch­land ver­traut und gewinnt dadurch das not­wen­di­ge Hand­werks­zeug für gesell­schaft­li­che Teil­ha­be. Sinn­voll gestal­te­ter Ver­brau­cher­schutz kann damit einen wesent­li­chen Bei­trag für gutes Zusam­men­le­ben leis­ten. Digi­ta­le Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te spie­len dabei eine ent­schei­den­de Rolle. Um ein­schät­zen zu kön­nen, ob sie zu den Bedürf­nis­sen der Ziel­grup­pe pas­sen, müs­sen sie umfas­send unter­sucht und bewer­tet wer­den.

Unse­re Her­an­ge­hens­wei­se

Mit Geflüch­te­ten spre­chen ist weit­aus ziel­füh­ren­der als über sie. Die Zusam­men­ar­beit mit der Ziel­grup­pe muss stets im Mit­tel­punkt ste­hen. Sie sind die Expert*innen für ihre Infor­ma­ti­ons­be­dar­fe und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wün­sche – und müs­sen somit kon­sul­tiert und ein­ge­bun­den wer­den. In par­ti­zi­pa­ti­ven und inno­va­ti­ven For­ma­ten haben wir mit ihnen zusam­men gear­bei­tet. 

Das Ergeb­nis

Wir haben zwei Jahre lang ver­schie­de­ne For­ma­te wie Living Labs, Inter­views und Work­shops durch­ge­führt und eine Grup­pe (geflüch­te­ter) Ehren­amt­li­cher – die soge­nann­ten Alltagsbotschafter*innen – über die gesam­te Pro­jekt­lauf­zeit in unse­re Arbeit invol­viert. Des Wei­te­ren haben wir alle ver­füg­ba­ren digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te zu Ver­brau­cher­the­men gemein­sam gemappt, getes­tet und eva­lu­iert. Unse­re Erkennt­nis­se haben wir immer wie­der mit Ver­brau­cher­zen­tra­len und ande­ren Akteur*innen dis­ku­tiert und auf öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen gemein­sam mit den Alltagsbotschafter*innen vor­ge­stellt. In einem umfang­rei­chen und eigens ver­öf­fent­lich­ten Pra­xis­leit­fa­den geben wir Hand­lungs­emp­feh­lun­gen, wie digi­ta­le Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te für Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund gestal­tet wer­den müs­sen, damit sie genutzt wer­den und wei­ter­hel­fen. Ein wich­ti­ges Ergeb­nis ist über­dies die Freund­schaft zu unse­ren Alltagsbotschafter*innen, die im Pro­jekt ent­stan­den ist.

Die­ses Pro­jekt wurde vom iRights e.V. durch­ge­führt. Die Mitarbeiter*innen des Lab haben in Per­so­nen­iden­ti­tät viel­fach auch für ande­re Struk­tu­ren und Ver­ei­ne Pro­jek­te ent­wi­ckelt und durch­ge­führt. Die­ses Pro­jekt gehört dazu. Zudem hat es eine enge Anbin­dung und Wis­sens­aus­tausch bei der Pla­nung und Durch­füh­rung mit dem iRights.Lab gege­ben.

Partner

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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