Con­tent Block­chain

Ein offenes Ökosystem für die Verbreitung digitaler Inhalte schaffen

Der Digital News Innovation Fund fördert Konzepte, die den Journalismus in der digitalen Transformation unterstützen. Gefragt sind dabei vor allem innovative, offene Ansätze. Wir haben ein solches System entwickelt.

Die Her­aus­for­de­rung

Wer ver­sucht, sich die Rech­te für die Ver­wen­dung eines Bil­des oder eines ein­zel­nen Arti­kels zu sichern, steht vor einer zeit­rau­ben­den und unbe­frie­di­gen­den Auf­ga­be. Autor*innen sind schwer auf­zu­fin­den, Kon­takt­mög­lich­kei­ten rar, Lizenz­tex­te schwie­rig, lang und häu­fig kaum ver­ständ­lich. Rech­te-Clea­ring im Inter­net hat bis­her kaum funk­tio­niert. Kom­ple­xe Abläu­fe zwi­schen ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen bezüg­lich Lizenz-Manage­ment, Con­tent-Dis­tri­bu­ti­on, Erst- und Zweit­ver­wer­tung wie auch Mone­ta­ri­sie­rung digi­ta­ler Inhal­te müs­sen ver­ein­facht wer­den.

Unse­re Her­an­ge­hens­wei­se

Wir wol­len eine leicht zu benut­zen­de Mög­lich­keit schaf­fen, Nut­zungs­rech­te für digi­ta­le Inhal­te wie Fonts, Bil­der, Texte, Musik und vie­les mehr zu erwer­ben. Dafür ist es not­wen­dig, inter­dis­zi­pli­när ein Sys­tem für die Regis­trie­rung digi­ta­ler Con­tent- und Lizenz-Infor­ma­tio­nen auf einer Block­chain zu ent­wi­ckeln. Und damit auch einen kryp­to-öko­no­mi­schen Lizenz­han­del-Pro­to­typ für die Zweit­ver­wer­tung digi­ta­ler Nach­rich­ten­in­hal­te zu schaf­fen. Dabei muss sicher­ge­stellt wer­den, dass die Ver­wal­tung, Nach­ver­fol­gung und das Han­deln von Inhal­ten in tech­ni­scher, juris­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Hin­sicht pra­xis­taug­lich ist.

Das Ergeb­nis

Unser Pro­to­typ erlaubt es Benutzer*innen, Inhal­te und Lizen­zen mit­tels einer leicht zu bedie­nen­den Anwen­dung, die unmit­tel­ba­re Rechts­si­cher­heit garan­tiert, zu bezie­hen. Hier­für haben wir Rech­te­pro­fi­le ent­wi­ckelt, die aus einer Kom­bi­na­ti­on vor­de­fi­nier­ter Lizenz-Modu­le bestehen. Jedes Modul beschreibt einen bestimm­ten Ver­wen­dungs­fall wie „Repro­duk­ti­on“ oder „Tei­len“. Die Rechteinhaber*innen, zum Bei­spiel Urheber*innen, kön­nen diese Modu­le gemäß ihrer Bedürf­nis­se und Prä­fe­ren­zen kom­bi­nie­ren, um die Lizenz zu erzeu­gen, die sie poten­ti­el­len Nutzer*innen des Inhalts anbie­ten möch­ten. Das Rech­te­pro­fil in Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren wesent­li­chen Aspek­ten wie der Befris­tung der Lizenz oder dem Preis wird „Smart Licen­se“ genannt.

Eine wei­te­re Inno­va­ti­on des Con­tent Block­chain-Pro­jekts, das wir zusam­men mit unse­ren Part­nern der Craft AG, der Crea­ti­ons GmbH und dem Ver­le­ger und Unter­neh­mer Sebas­ti­an Posth durch­füh­ren, ist eine uni­ver­sel­le Ken­nung, die all diese For­men digi­ta­ler Inhal­te kenn­zeich­nen kann. Wir nen­nen sie ISCC, den Inter­na­tio­nal Stan­dard Con­tent Code. Die Rech­te­pro­fi­le und die in ihnen ent­hal­te­nen Lizenz­in­for­ma­tio­nen kön­nen par­al­lel mit die­sem ISCC ver­wen­det wer­den. So lässt sich ein bestimm­tes Rech­te­pro­fil ein­deu­tig einer bestimm­ten Erschei­nungs­form von digi­ta­lem Inhalt zuord­nen. All dies lässt sich mit eini­gen weni­gen Maus­klicks errei­chen. Dar­über hin­aus sind der ISCC und die in den Rech­te­pro­fi­len ent­hal­te­nen Infor­ma­tio­nen – ins­be­son­de­re die Lizenz, die für den refe­ren­zier­ten Inhalt gilt – dazu kon­zi­piert, gemein­sam auf einer Block­chain ver­öf­fent­licht zu wer­den. Dies eröff­net neue Mög­lich­kei­ten für den Han­del mit Lizen­zen und Inhal­ten.

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