Part­ner­pro­jekt “Die neuen Ver­brau­cher” fei­ert Abschluss­ver­an­stal­tung

Unser Part­ner­pro­jekt vom iRights e.V. , “Die neuen Ver­brau­cher”, fei­er­te am 19. Juni seine Abschluss­ver­an­stal­tung und prä­sen­tier­te sei­nen Pra­xis­leit­fa­den im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz (BMJV).

Die neuen Ver­brau­cher” beschäf­tigt sich mit den Fra­gen, wie digi­ta­le Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te gestal­tet wer­den müs­sen, damit sie bei geflüch­te­ten Men­schen ankom­men? Wel­che beson­de­ren Bedürf­nis­se haben diese als Verbraucher*inne und wie kann sinn­voll gestal­te­ter Ver­brau­cher­schutz zur Inte­gra­ti­on bei­tra­gen?

Rund 150 Gäste kamen in den Gus­tav-Hei­ne­mann-Saal des Minis­te­ri­ums in der Ber­li­ner Moh­ren­stra­ße und erleb­ten einen infor­ma­ti­ven und gleich­zei­tig unter­halt­sa­men Abend mit einem bun­ten Pro­gramm.

Foto: Jörg Farys

Die Mode­ra­to­rin Sophie Pass­mann führ­te dabei durch den Abend, zu deren Sprecher*innen neben dem Vor­stand des iRights e.V. und Pro­jekt­lei­ter Phil­ipp Otto, auch Staats­se­kre­tär im BMJV Gerd Bil­len, die Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Migra­ti­on, Flücht­lin­ge und Inte­gra­ti­on, Staats­mi­nis­te­rin Annet­te Wid­mann-Mauz, die Pro­gramm-Mana­ge­rin beim Pro­to­ty­pe Fund der Open Know­ledge Foun­da­ti­on Fiona Kra­ken­bür­ger, der Geschäfts­be­reichs­lei­ter Ver­brau­cher­po­li­tik beim Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band e.V., Ing­mar Stree­se und Israa Alsa­sa, ehren­amt­li­che All­tags­bot­schaf­te­rin des Pro­jekts “Die neuen Ver­brau­cher”, gehör­ten.

Sowohl Staats­se­kre­tär Bil­len, als auch Staats­mi­nis­te­rin Wid­mann-Mauz beton­ten die Wich­tig­keit der Zugän­ge zu digi­ta­ler Infra­struk­tur und die Ver­ständ­lich­keit der Ange­bo­te im Inter­net für Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Allzu büro­kra­ti­sche For­mu­lie­run­gen mach­ten deut­schen Muttersprachler*innen schon Pro­ble­me. Wie soll­ten geflüch­te­te Men­schen dann damit umge­hen kön­nen? “Wer von uns ver­steht denn, was genau eine Schön­heits­re­pa­ra­tur im Miet­ver­trag ist?”, so Bil­len

Im Anschluss an die Reden der poli­ti­schen Gäste stell­te die Pro­jekt­mit­ar­bei­te­rin Ulri­ke Thal­heim die Ergeb­nis­se des Pro­jekts vor. Zen­tral sei vor allem die Ziel­grup­pen­ori­en­tie­rung bei digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten zu Ver­brau­cher­the­men. So soll­ten in Zukunft Ange­bo­te in sozia­len Medi­en aus­ge­baut, der Dia­log auch auf digi­ta­len Kanä­len wei­ter­ent­wi­ckelt und ein­fa­che deut­sche Spra­che, sowie die Her­kunfts­spra­chen berück­sich­tigt wer­den. Denn dass geflüch­te­te Men­schen Web­sei­ten, Apps, Soci­al-Media-Kanä­le und ande­re digi­ta­le Platt­for­men zu Infor­ma­ti­ons­zwe­cken auf­su­chen, stehe außer Frage. Ziel­grup­pen­ori­en­tier­te digi­ta­le Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te böten des­halb die Chan­ce, dass geflüch­te­te Men­schen sich in Deutsch­land leich­ter zurecht­fin­den und Inte­gra­ti­on gelin­gen könne, so Thal­heim.

Foto: Jörg Farys

Anschlie­ßend an die Prä­sen­ta­ti­on über­reich­te Staats­se­kre­tär Bil­len Dan­kes-Urkun­den an die Alltagsbotschafter*innen – junge Men­schen mit Flucht­er­fah­rung, die ein wesent­li­cher Teil des Pro­jekts “Die neuen Ver­brau­cher” sind und die in einem eigens pro­du­zier­ten Film vor­ge­stellt wur­den. Sie arbei­te­ten eng mit dem Team von iRights zusam­men und waren wich­ti­ge Ansprechpartner*innen bei der Frage, wie Geflüch­te­te sich als Verbraucher*innen in unse­rer digi­ta­len Gesell­schaft zurecht­fin­den kön­nen.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt des Abends war der Impuls von Wla­di­mir Kami­ner, der auf seine unver­gleich­li­che und unter­halt­sa­me Weise über per­sön­li­che Erfah­run­gen und Beob­ach­tun­gen im all­täg­li­chen Leben von Deut­schen und Geflüch­te­ten berich­te­te.

Foto: Jörg Farys

Abge­run­det wurde der offi­zi­el­le Teil des Abends schließ­lich durch eine Podi­ums­dis­kus­si­on, die sich unter ande­rem damit befass­te, wie das Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot und die Medi­en­kom­pe­tenz von Geflüch­te­ten ver­bes­sert und Inte­gra­ti­ons­hür­den abge­baut wer­den kön­nen.

Gleich­zei­tig mit dem Abschluss des Pro­jekts wurde ein Leit­fa­den ver­öf­fent­licht und mit gro­ßem Inter­es­se vom Publi­kum auf­ge­nom­men. HIER steht der Leit­fa­den ab sofort als PDF zum Down­load bereit.

Hier ist der Film über die Alltagsbotschafter*innen.

Eine aus­führ­li­che Foto­ga­le­rie gibt es hier.

Foto: Jörg Farys

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