Zwei­te Aus­ga­be des For­schungs­mo­ni­tors Infor­ma­ti­ons­in­ter­me­diä­re erschie­nen

Unter dem Titel “‘Wir müs­sen reden’ – Die media­le Welt wie­der fass­bar machen” erschien die zwei­te Aus­ga­be des For­schungs­mo­ni­tors Infor­ma­ti­ons­in­ter­me­diä­re. Somit wird die Publi­ka­ti­ons­rei­he fort­ge­setzt, die das iRights.Lab im Auf­trag der Lan­des­an­stalt für Medi­en NRW erar­bei­tet. Ziel dabei ist es, deutsch- und eng­lisch­spra­chi­ge For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten, die sich mit den Effek­ten der Inter­me­diä­re auf die öffent­li­che Mei­nungs­bil­dung aus­ein­an­der­set­zen, zu erfas­sen und kri­tisch ein­zu­ord­nen. Außer­dem wer­den lau­fen­de und neue For­schungs­pro­jek­te auf­ge­zeigt und wich­ti­ge Kon­fe­ren­zen zu den ent­spre­chen­den The­men ange­kün­digt.

Der neue Moni­tor geht noch­mal dar­auf ein, dass Infor­ma­ti­ons­in­ter­me­diä­re nicht unter die Defi­ni­ti­on klas­si­scher Medi­en fal­len, da sie Inhal­te nicht etwa durch Journalist*innen, son­dern auto­ma­ti­siert aus­wäh­len. Damit werde der Begriff der Medi­en eben­so wie der des Rund­funks ganz grund­sätz­lich infra­ge gestellt.

Außer­dem wirk­ten sich per­so­na­li­sier­te Inhal­te auf die Infor­ma­ti­ons­grund­la­ge der Nutzer*innen aus, was wie­der­um im Kon­text der Mei­nungs­bil­dung ent­spre­chen­de Aus­wir­kun­gen auf poli­ti­sche Ent­schei­dungs­pro­zes­se haben könne. Dies müsse auch vor dem Hin­ter­grund der Wich­tig­keit des frei­en Wil­lens als ein wesent­li­ches demo­kra­ti­sches Grund­prin­zip gese­hen wer­den.

Letzt­end­lich sei eine Gesell­schaft mit einer “gut funk­tio­nie­ren­den Öffent­lich­keit und medi­en­kom­pe­ten­ten Indi­vi­du­en” not­wen­dig, um den Her­aus­for­de­run­gen durch Infor­ma­ti­ons­in­ter­me­diä­re wie Face­book begeg­nen zu kön­nen. Denn aus­ge­wo­ge­ner Jour­na­lis­mus genie­ße noch immer hohes Ver­trau­en.

Die gesam­te zwei­te Aus­ga­be des For­schungs­mo­ni­tors fin­den Sie hier als PDF.

Die erste Aus­ga­be fin­den Sie hier.