Forschungsprojekt mit der TU Berlin: iRights.Lab bewertet neue Lösungsansätze für Internet der Dinge

Das Internet der Dinge stellt neue Herausforderungen daran, wie individuelle Einwilligungen in Datenverarbeitungen technisch umgesetzt werden können. Mit zwei Gutachten unterstützt das iRights.Lab ein vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördertes Forschungsprojekt an der TU Berlin.

Das Einwilligen in sogenannte AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) beispielsweise innerhalb von Application Software ist mittlerweile für viele zur Gewohnheit geworden. Zumeist werden solche Einwilligungen über das Setzen eines Häkchens unter seitenlangen Datenschutzerklärungen erteilt. Im Kontext des so genannten IoT („Internet of Things“, Internet der Dinge) – wo einerseits keine traditionellen Nutzerinterfaces zur Verfügung stehen und andererseits einmal erhobene Daten für eine Vielzahl weiterer, wünschenswerter Zwecke genutzt werden können – wird dieser Ansatz zunehmend komplexer und es sind neue, technisch unterstützte Ansätze zum Einwilligungsmanagement erforderlich.

Im Forschungsprojekt EMIDD („Einwilligungsmanagement für das Internet der Dinge“), das am Fachgebiet Information Systems Engineering der TU Berlin über eine Projektlaufzeit von 15 Monaten seit April 2017 durchgeführt wird, werden die Möglichkeiten solcher technischen Ansätze wie auch ihre Anschlussfähigkeit an derzeitiges und zukünftiges Datenschutzrecht erforscht. Individuelle, informierte, spezifische und explizit abgegebene Einwilligungen sind eine der tragenden Säulen des Datenschutzrechts. Ziel des Projekts ist es, technische Konzepte, Mechanismen und Werkzeuge zu entwickeln und prototypisch umzusetzen, die in aufwandsarmer Weise differenzierte Einwilligungen in die Übermittlung und Verwendung solcher Daten erteilen und modifizieren können, die durch Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet der Dinge erzeugt werden. Das iRights.Lab unterstützt dieses Projekt und erstellt zwei zentrale Gutachten vor allem zu den rechtspolitischen Fragen.