iRights.Lab erstellt Forschungsmonitor zu Microtargeting und personalisierter politischer Kommunikation

Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen hat der unabhängige Think Tank iRights.Lab den Forschungsmonitor zu den Themen Microtargeting und personalisierte politische Kommunikation in Sozialen Netzwerken in Deutschland und Europa erstellt, der nun veröffentlicht wurde.

Nicht erst seit den vergangenen Wahlkämpfen um die Präsidentschaft in den USA werden immer mehr Menschen in den Sozialen Medien möglichst gezielt angesprochen, um ihnen bestimmte Botschaften zu vermitteln.

Diese Entwicklung kann unter bestimmten Umständen zu einer echten Herausforderung für die Demokratie werden, da die Personalisierung der Inhalte dazu führen kann, dass es im Digitalen keine allgemeine politische Öffentlichkeit mehr gibt, wenn alle nur noch individuell und auf die eigene Persönlichkeit zugeschnitten angesprochen werden.

Aus diesem Grund haben das iRights.Lab und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen mit diesem Monitoring einen fundierten Überblick zum hiesigen Stand der Forschung erarbeitet und die Lücken aufgezeigt, die es zu füllen gilt.

Der Monitor stellt fest, dass diese Desiderate unter anderem dadurch bedingt sind, dass bislang kaum bis keinerlei belastbare Daten zur Verfügung stehen, die Wissenschaftler*innen für Forschungszwecke nutzen könnten. Sowohl politische Vertreter*innen als auch die entsprechenden Plattformen verweigern teilweise die Auskunft über Umfang und Art und Weise des Einsatzes datengetriebener Methoden.

Deutlich allerdings wird, dass die Grenzen zwischen politischer PR und politischer Werbung zunehmend verschwimmen. Somit lässt sich oftmals der informative Charakter eines bestimmten Inhalts nicht mehr vom Charakter der reinen Werbung unterscheiden, was eine entsprechende Einordnung durch die Rezipient*innen erschwert.

Diese Entwicklung muss weiter genau beobachtet und fortlaufend analysiert werden. Gerade im Vorfeld der Europawahl sowie den  anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen ist die gesellschaftliche wie auch die politische Relevanz des Themas besonders hoch.

Alle weiteren Erkenntnisse sowie den gesamten Monitor finden Sie hier zum Download.

Wenn Sie noch Fragen und Rückmeldung zu unseren Analysen und Recherchen haben, melden Sie sich gerne unter kontakt@irights-lab.de.

Alle Informationen zum Forschungsmonitor Informationsintermediäre finden Sie hier