Coro­na und Des­in­for­ma­ti­on

iRights.Lab präsentiert Forschungsmonitor Informationsintermediäre Spezial

Was verbirgt sich hinter den zahlreichen Verschwörungstheorien, die während Covid-19 in Umlauf gebracht wurden und was sind ihre Absichten? Die sechste Ausgabe des Forschungsmonitors Informationsintermediäre widmet sich brandaktuell dem Zusammenhang verfügbarer Informationen und der daraus erwachsenen Meinungsbilder während der Corona-Pandemie.

Fal­sche und irre­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen, die häu­fig zu Ver­schwö­rungs­theo­ri­en füh­ren oder dar­auf basie­ren, stel­len in der Coro­na-Krise ein prä­gen­des Merk­mal der Infor­ma­ti­ons­um­ge­bung dar. Sie wer­den welt­weit ins­be­son­de­re über inter­me­diä­re Anwen­dun­gen wie sozia­le Netz­wer­ke und Video­platt­for­men gestreut wer­den. Dort ver­brei­ten sie sich meist schnel­ler als ihnen begeg­net wer­den kann.

Inhalt­lich geht es dabei vor allem um viel­fäl­ti­ge und zum Teil irre­füh­ren­de und fal­sche Infor­ma­ti­ons­ge­bung durch Regie­run­gen eini­ger Staa­ten wie bei­spiels­wei­se die Russ­lands, Chi­nas oder Syri­ens. Aber auch ein­zel­ne Politiker*innen nut­zen die Des­in­for­ma­ti­on und bedie­nen sich For­men der Hass­re­de mit mit­un­ter ras­sis­ti­schen Nar­ra­ti­ven. Diese ver­harm­lo­sen oder schü­ren Ängs­te, indem sie etwa ein Feind­bild kre­ieren und pola­ri­sie­ren, anstatt durch Infor­ma­ti­on eine Grund­la­ge für eine reflek­tier­te Mei­nungs­bil­dung anzu­bie­ten. Die wie­der­keh­ren­de Streu­ung von Ver­schwö­rungs­theo­ri­en führt zu einer Ver­zeh­rung der Infor­ma­ti­ons­la­ge. Sie wird dazu genutzt, bestimm­te Ideo­lo­gi­en zu stär­ken.

Die Spe­zi­al­aus­ga­be des For­schungs­mo­ni­tors „Infor­ma­ti­ons­la­ge und Mei­nungs­bil­der zu COVID-19: Auf der Suche nach Ver­läss­lich­keit“ fasst die wis­sen­schaft­li­chen Per­spek­ti­ven und Erkennt­nis­se zu die­sem Thema zusam­men. Sie unter­sucht, wel­che Infor­ma­tio­nen in Deutsch­land und ande­ren Län­dern zur Ver­fü­gung ste­hen, wie sie kom­mu­ni­ziert wer­den, sich ver­brei­ten und wie sie sich auf die indi­vi­du­el­le und öffent­li­che Mei­nungs­bil­dung aus­wir­ken kön­nen. In zehn Insights fasst unse­re Autorin Jaana Mül­ler-Brehm die aktu­el­le For­schung zusam­men und lei­tet dar­aus erste Maß­nah­men ab, um der geziel­ten Des­in­for­ma­ti­on ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Die gesam­te Aus­ga­be des For­schungs­mo­ni­tors fin­den Sie hier zum Down­load. Alle wei­te­ren Aus­ga­ben sowie mehr Infor­ma­tio­nen zum For­schungs­mo­ni­tor fin­den Sie hier.

Im Auf­trag der Lan­des­an­stalt für Medi­en NRW erstellt der Think Tank iRights.Lab regel­mä­ßig einen For­schungs­mo­ni­tor zum Thema Infor­ma­ti­ons­in­ter­me­diä­re. Im digi­ta­len Raum sind Infor­ma­ti­ons­in­ter­me­diä­re zwi­schen Rezipient*in und Infor­ma­ti­on geschal­tet. Sie erfül­len eine ver­mit­teln­de Funk­ti­on: Indem sie per­so­na­li­sier­te Ange­bo­te für Nutzer*innen schaf­fen, die für die all­ge­mei­ne Öffent­lich­keit nicht ein­seh­bar sind, kura­tie­ren algo­rith­mi­sche Sys­te­me sie die media­le Wirk­lich­keit online.

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