Digi­ta­ler Kodex: „Jeder macht im Netz, was er will – Ver­ant­wor­tung in der digi­ta­len Welt”

© Christian Back

Das iRights.Lab führ­te im Auf­trag des Deut­schen Insti­tuts für Ver­trau­en und Sicher­heit im Inter­net (DIVSI) einen zehn­mo­na­ti­gen Pro­zess zur Klä­rung der Frage durch, ob Deutsch­land einen Digi­ta­len Kodex braucht. Dabei soll­te ins­be­son­de­re geklärt wer­den, ob eine zuneh­mend digi­ta­li­sier­te Gesell­schaft im Bereich der sozia­len Nor­men neue Rege­lun­gen braucht, die nicht sofort gesetz­lich aus­ge­stal­tet sein müs­sen. Teil des Pro­zes­ses war die öffent­li­che Auf­takt­ver­an­stal­tung am 4. Juli 2013 in München.

Unser Arbeits- und Frei­zeit­ver­hal­ten hat sich durch das Inter­net fun­da­men­tal ver­än­dert. Wir ver­brin­gen immer mehr Zeit online und haben direk­ten Zugriff auf neue Struk­tu­ren, Mög­lich­kei­ten und Denk­mus­ter. Unklar ist, wie sich die über einen lan­gen Zeit­raum ein­ge­üb­ten und bewähr­ten ethisch-sozia­len Ver­hal­tens­wei­sen der „ana­lo­gen Welt“ in das digi­ta­le Zeit­al­ter über­tra­gen las­sen. Oder anders aus­ge­drückt: Braucht Deutsch­land einen Digi­ta­len Kodex?

Zur Beant­wor­tung die­ser Frage – die Exper­ten­kon­sul­ta­tio­nen in den Berei­chen Daten­schutz, Inter­net Gover­nan­ce, poli­ti­sche Bil­dung, Arbeits­welt, Ver­fas­sungs­recht und Öko­no­mie sowie eine Befra­gung von Inter­net­nut­zern und öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen vor­sieht – hat das Deut­sche Insti­tut für Ver­trau­en und Sicher­heit im Inter­net (DIVSI) den unab­hän­gi­gen Think Tank iRights.Lab beauftragt.

Den Auf­takt der öffent­li­chen Dis­kus­si­on bil­de­te die Ver­an­stal­tung „Jeder macht im Netz, was er will – Ver­ant­wor­tung in der digi­ta­len Welt“ am Don­ners­tag dem 4. Juli 2013 im Ober­an­ger­thea­ter Mün­chen. Neben Mat­thi­as Kam­mer, Direk­tor des Deut­schen Insti­tuts für Ver­trau­en und Sicher­heit im Inter­net (DIVSI), und Phil­ipp Otto, Foun­der & Exe­cu­ti­ve Direc­tor des iRights.Lab, spra­chen Dr. Jea­net­te Hof­mann, Grün­dungs­di­rek­to­rin am Alex­an­der von Hum­boldt Insti­tut für Inter­net und Gesell­schaft (HIIG) und Timo Gre­ger, Spre­cher des Lan­des­schü­ler­rats Bay­ern über „Ver­ant­wor­tung als Quel­le von Inter­net­po­li­tik?“ und „Mein digi­ta­les Leben“.

Die anschlie­ßen­de Podi­ums­dis­kus­si­on „Wer trägt die Ver­ant­wor­tung in der digi­ta­len Welt?“ bestritten:

  • Tat­ja­na Halm, Refe­rats­lei­te­rin Markt und Recht bei der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bayern
  • Staats­se­kre­tär Franz-Josef Pschie­rer, IT-Beauf­trag­ter der Baye­ri­schen Staatsregierung
  • Ste­fan Plö­chin­ger, Chef­re­dak­teur der Online-Redak­ti­on der Süd­deut­schen Zeitung
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Johan­nes Buch­mann, Direk­tor des Cen­ter for Advan­ced Secu­ri­ty Rese­arch Darm­stadt (CASED) und Inha­ber des Lehr­stuhls für Kryp­to­gra­phie an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Darmstadt

Die Ver­an­stal­tung war Teil des Pro­jekts „Braucht Deutsch­land einen Digi­ta­len Kodex?“, mit des­sen Durch­füh­rung das iRights.Lab vom Deut­schen Insti­tut für Ver­trau­en und Sicher­heit im Inter­net (DIVSI) beauf­tragt ist. Es soll­te im ers­ten Pro­jekt­teil aus­lo­ten, ob ein Digi­ta­ler Kodex die Lücke zwi­schen den eta­blier­ten Regeln der ana­lo­gen Welt und den noch unkla­ren Ver­ant­wort­lich­kei­ten im Inter­net schlie­ßen kann. Dazu setz­te man sich ins­be­son­de­re mit der Rolle von Platt­for­men aus­ein­an­der, die den digi­ta­len gesell­schaft­li­chen Akti­ons­ra­di­us ent­schei­dend mit­be­stim­men. Pro­jekt­lei­ter ist Phil­ipp Otto, Foun­der & Exe­cu­ti­ve Direc­tor des iRights.Lab. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie beim DIVSI.

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