Big Data im Gesundheitswesen: „Treuer Assistent oder Trojaner am Körper?“

Big Data ist inzwischen in fast jeden Lebensbereich vorgedrungen. So steht auch der Gesundheitsbereich vor diversen Umbrüchen. Denn immer mehr Menschen tragen Wearables am Körper – und lassen so eine Datensammlung sehr persönlicher Natur zu. Ob Schrittzahl, Herzschlag oder Geschwindigkeit – eine Entwicklung, die immense Vorteile bringen kann, aber auch wichtige Fragen zum Umgang mit diesen Daten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen aufbringt.

Welche Daten werden überhaupt gesammelt?

Wer hat Zugriff auf diese Informationen?

Welchen individuellen oder gesellschaftlichen Nutzen gibt es? Besteht hier ein Regulierungsbedarf?

Zu diesen hochaktuellen Fragen fand am Mittwoch, dem 30. September 2015, die Diskussionsveranstaltung „Treuer Assistent oder Trojaner am Körper? – Wie Gesundheitstracking unseren Alltag verändert“ im Berliner Meistersaal statt.

Programm

17.30 – Begrüßung
Philipp Otto, Projektleiter „Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?“, Founder & Executive Director des iRights.Lab

17:35 – Begrüßung und Einführung
Matthias Kammer, Direktor, Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet

17.40 – Grußwort
Oliver Schenk, Abteilungsleiter G, „Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik, Telematik“, Bundesministerium für Gesundheit

17.50 – Keynote: Big Data in der medizinischen Praxis – Die Zukunft hat bereits begonnen
Dr. Franz Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Ausschusses „Telematik“ der Bundesärztekammer

18.10 – Keynote: Tracking und Wearables – Die (all)täglichen Datensammler
Stephan Noller, Gründer und Geschäftsführer der Ubirch GmbH

18.30 – Podiumsdiskussion: Gläserner Patient oder Revolution in der Gesundheitsvorsorge?
Dr. Franz Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Ausschusses „Telematik“ der Bundesärztekammer
Prof. Dr. Dagmar Borchers, Professorin für angewandte Philosophie an der Universität Bremen
Kai Burmeister, Teamleiter Versorgung-Verträge AOK Nordost
Burkhard Dümler, Director Development Digital Sports Adidas Group
Peter Schaar, Vorstand der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID)

19.35 – Fazit
Matthias Kammer

Durch die Veranstaltung führten Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin Initiative D21 e.V. (Moderation Podiumsdiskussion) und Matthias Kammer (Gesamtmoderation).

Die Veranstaltung war Teil des Projekts „Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?“, mit dessen Durchführung das iRights.Lab vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) beauftragt wurde. Nachdem im ersten Projektteil die grundsätzliche Frage erörtert wurde, ob ein digitaler Kodex fehlende soziale Normen im Internet etablieren kann, stand im zweiten Abschnitt eine Konkretisierung anhand des Themas „Big Data“ im Mittelpunkt. Projektleiter war Philipp Otto, Founder & Executive Director des iRights.Lab. Weitere Informationen finden Sie beim DIVSI.