Aktuell

28.11.12

Lüneburger Gespräche zu Kreativwirtschaft und Wissensgesellschaft

Am 03. Dezember 2012 organisiert das Landesbüro Niedersachsen zusammen mit dem Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung die Diskussion "Kreativ und frei? Welche Rahmenbedingungen brauchen Kreativwirtschaft und Wissensgesellschaft in einer digitalen Welt?". Mit dabei iRights.lab-Partner Philipp Otto.

12.11.12

Der "Neunetzcast" über das iRights.Lab und wie es dazu gekommen ist

Der Netzökonom Marcel Weiß vom hat mit iRights.Lab-Partner Matthias Spielkamp über die Historie von iRights.info, das neue irights.lab, iRights.law und iRights e.V. gesprochen - und außerdem darüber, warum E-Books eigentlich nicht verkauft sondern lizenziert werden, unehrliche Unternehmen und die digitalen Herausforderungen der Buchbranche.

06.11.12

Berliner Medien Diskurs: "Geistiges Eigentum - ein schützenswertes Gut! Aber wie?"

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) veranstaltet heute unter dem Titel "Geistiges Eigentum - ein schützenswertes Gut! Aber wie?" ihren 9. Berliner Medien Diskurs. Es geht um aktuelle Fragen des Urheberrechts, mit einer spannenden Podiumsbesetzung.

 

26.10.12

iRights.Lab kooperiert mit erster Law Clinic zum Internetrecht in Deutschland

Das iRights.Lab freut sich bekannt zu geben, dass wir als Kooperationspartner der Humboldt Law Clinic Internetrecht (HLCI) mithelfen können, die Ausbildung von Juristinnen und Juristen praxisnäher zu gestalten. Als Kooperationspartner der bundesweit ersten Law Clinic zum Internetrecht wünschen wir den Initiatoren einen guten Start und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit.

21.10.12

Livestream zur Konferenz „Zugang gestalten“

Heute und morgen (22. und 23. Oktober) findet im Jüdirschen Museum Berlin die internationale Konferenz „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ statt. Die gesamte Konferenz wird auch - von 10 Uhr an - per Livestream übertragen.

20.10.12

Konferenz: Ein Gesellschaftsvertrag für das digitale Zeitalter

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / die Grünen veranstaltet ihren 2. Netzpolitischen Kongress. Mit dabei iRights.lab-Partner Philipp Otto mit einem Workshop zum Urheberrecht.

17.10.12

iRights.lab – Strategien für die digitale Welt

Mit dem Launch des Think Tanks iRights.lab und der Anwaltskanzlei iRights.law wird das erfolgreiche und eingeführte Angebot iRights.info um zwei entscheidende Standbeine ergänzt. iRights.lab hilft Unternehmen, der öffentlichen Hand, Wissenschaft, Politik und Kreativen, die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern und dessen großes Potenzial bestmöglich zu nutzen. iRights.law leistet Rechtsberatung und vertritt, wo nötig, vor Gericht.

10.10.12

Kulturelles Erbe: „Die Digitalisierung ist ein Meilenstein“

Museen und Archive könnten ihre Sammlungen komplett digitalisieren und online stellen. Wie attraktiv solche Visionen sind, und was sie bremst, erkundet die Konferenz „Zugang gestalten!“ Ende Oktober in Berlin. Die Initiatoren Börries von Notz (Jüdisches Museum Berlin) und Paul Klimpel (iRightsLab) erläutern im Interview, warum ihnen der Diskurs zur Digitalisierung wichtig ist.

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28.11.12 Lüneburger Gespräche zu Kreativwirtschaft und Wissensgesellschaft

Am 03. Dezember 2012 organisiert das Landesbüro Niedersachsen zusammen mit dem Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung die Diskussion "Kreativ und frei? Welche Rahmenbedingungen brauchen Kreativwirtschaft und Wissensgesellschaft in einer digitalen Welt?". Mit dabei iRights.lab-Partner Philipp Otto.

Bei der Veranstaltung im Hotel Bergström (Bei der Lüner Mühle, 21335 Lüneburg) wird zunächst Ingo Egloff als Mitglied des Deutschen Bundestages einen Impulsvortrag zum Thema "Wie der Kreativpakt zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft beitragen soll?" halten. Danach wird diskutiert. Auf dem Podium sitzen neben Ingo Egloff (MdB), Philipp Otto (Partner iRights.lab, Redaktionsleiter iRights.info), Holm Keller (Vizepräsident der Leuphana Universität Lüneburg und der Kreativ-Unternehmer Jan Torge Claussen. Moderiert wird die Veranstaltung von Tina Stadlmayr vom Journalistinnebund.


In der Ankündigung zur Veranstaltung heißt es: "Die digitale Revolution und das Web 2.0 haben für eine Etablierung einer Wirtschaftsbranche gesorgt, die völlig neue Formen der Produktion, der Waren, des Handelns oder der Arbeitsweise hervorgebracht hat. Dieser rasant wachsende Wirtschaftszweig der digitalen oder kreativen Wirtschaft (Creative Industries) kann in seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung schon jetzt mit den großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau und der Informations- und Kommunikationstechnik konkurrieren.


Doch laut EU-Kommission liegen die Überlebenschancen deutscher Startups nach zwei Jahren deutlich unter dem EU-Durchschnitt. GründerInnen in diesen Branchen stehen vor der Herausforderung, das klassische Unternehmenstum mit den Anforderungen des globalisierten und digitalisierten Wettbewerbs zu verbinden. Auch die gesellschaftlichen und staatlichen Rahmenbedingungen müssen sich diesen Megatrends anpassen. Fragen der sozialen Sicherung von KünstlerInnen, Freelancern oder soloselbstständigen Kreativen stehen dabei genauso im Fokus wie eine praktikable und gerechte Neuregelung von Urheberrechtsfragen und Verwertungsgesellschaften oder der Schutz geistigen Eigentums in einer digitalen Welt.


Im Managerkreis und der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutieren seit längerer Zeit Kreative, WissenschaftlerInnen und Politi- kerInnen über die notwendigen Anpassungen an die veränderten Gegebenheiten und haben entsprechende Expertisen erarbeitet. Was folgt daraus für die Politik? Wie schwer ist es, in Deutschland ein innovatives Jungunternehmen zu gründen? Welche rechtlichen Fallstricke müssen bedacht werden und wie sieht es mit regionaler Förderung aus?"


Anmelden zur Veranstaltung kann man sich unter der E-Mail-Adresse niedersachsen@fes.de

12.11.12 Der "Neunetzcast" über das iRights.Lab und wie es dazu gekommen ist

Der Netzökonom Marcel Weiß vom hat mit iRights.Lab-Partner Matthias Spielkamp über die Historie von iRights.info, das neue irights.lab, iRights.law und iRights e.V. gesprochen - und außerdem darüber, warum E-Books eigentlich nicht verkauft sondern lizenziert werden, unehrliche Unternehmen und die digitalen Herausforderungen der Buchbranche.

Welche Webdienste sind heute nützlich? Welche Internet-Angebote werden morgen groß? Welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen hat das Internet? Warum ist Angebot A erfolgreicher als Angebot B? Welche Geschäftsmodelle entstehen durch die Marktdynamiken im Netz? Das sind die Themen, mit denen wir sich Weiß in seinem Blog und im Podcast beschäftigt. Die aktuelle Ausgabe ist die 14. Folge.55

Hier geht's zur MP3-Datei: neunetzcast #14: Der Klassiker (Dauer: 45 Minuten)

Man kann dem neunetzcast auf SoundCloud folgen, ihn per Podcast-Feed oder bei iTunes abonnieren.

06.11.12 Berliner Medien Diskurs: "Geistiges Eigentum - ein schützenswertes Gut! Aber wie?"

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) veranstaltet heute unter dem Titel "Geistiges Eigentum - ein schützenswertes Gut! Aber wie?" ihren 9. Berliner Medien Diskurs. Es geht um aktuelle Fragen des Urheberrechts, mit einer spannenden Podiumsbesetzung.

 

Mit auf dem Panel dabei: iRights.lab-Partner Philipp Otto. Weitere Mitdiskutanten sind Christoph Keese (Axel-Springer AG), Prof. Dr. Rolf Schwartmann (Forschungsstelle Medienrecht FH Köln), Prof. Dr. Günther Krings (MdB und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion), Dr. Bernhard Rohleder (Hauptgeschäftsführer der BITKOM) sowie Mr. Dschinghis Khan und heute Musikproduzent Leslie Mandoki.

Es wird aber weder gesungen, noch werden die Gläser an die Wand geworfen, sondern diskutiert. Unter der Moderation des Leiters der Stabsstelle Medienpolitik der Konrad-Adenauer-Stiftung Barthel Schölgens geht es um den aktuellen Diskussionsstand im Urheberrechts und nächste Schritte. In der Ankündigung heisst es: "“Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern.” Mit diesem Satz wehren sich mehrere Tausend namhafte Autoren und Künstler im Internet gegen die Angriffe auf das Urheberrecht. Andere sammeln Unterschriften für Änderungen im Urheberrecht. Klagen gegen illegale Filesharing-Seiten im Netz, von denen kostenlos Musik, Software, Filme und andere geschützte Werke heruntergeladen werden können, zeigen u.a. die wachsende Problematik." Es verspricht eine muntere Diskussion zu werden.

Weitere Informationen finden sich auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung.

26.10.12 iRights.Lab kooperiert mit erster Law Clinic zum Internetrecht in Deutschland

Das iRights.Lab freut sich bekannt zu geben, dass wir als Kooperationspartner der Humboldt Law Clinic Internetrecht (HLCI) mithelfen können, die Ausbildung von Juristinnen und Juristen praxisnäher zu gestalten. Als Kooperationspartner der bundesweit ersten Law Clinic zum Internetrecht wünschen wir den Initiatoren einen guten Start und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit.

Aus der Pressemeldung vom 26. Oktober 2012: Die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin hat zum Beginn des Wintersemesters 2012/13 die Law Clinic Internetrecht gestartet. Es ist das erste Mal in Deutschland, dass das aus dem anglo-amerikanischen Rechtsraum bekannte Konzept der Law Clinics auch im Internetrecht etabliert wird. Es soll dabei Studierenden ermöglicht werden, ihre im Studium erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. In Berlin arbeitet die neue Humboldt Law Clinic Internetrecht zusammen mit ausgewählten spezialisierten Kooperationspartnern. Im Rahmen eines Praktikums und unter Betreuung von Experten erhalten Studierende so die Möglichkeit, theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen zu verknüpfen und an echten Fällen mitzuwirken.


Der unabhängige Think Tank iRights.Lab, der sich auf die Entwicklung von Strategien für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Verbände und Politik in der digitalen Welt spezialisiert hat, ist nun ein Kooperationspartner der ersten Stunde. Philipp Otto vom iRights.Lab begrüßt die Zusammenarbeit: „Die Einrichtung der ersten deutschen Law Clinic zum Internetrecht ist ein Meilenstein in der Modernisierung der juristischen Ausbildung. Wir erhoffen uns, dass die erste Generation von Studierenden, die an diesem Programm teilhaben können, zu Vorreitern in ihrem Gebiet werden. Besonders die transdisziplinäre Ausrichtung und die intensive Ausbildung waren für uns wesentliche Gründe, der HLCI als Kooperationspartner zur Verfügung zu stehen“.
Website der HLCI: www.hlci.de

21.10.12 Livestream zur Konferenz „Zugang gestalten“

Heute und morgen (22. und 23. Oktober) findet im Jüdirschen Museum Berlin die internationale Konferenz „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ statt. Die gesamte Konferenz wird auch - von 10 Uhr an - per Livestream übertragen.

Öffentlich finanzierte Archive, Museen und Bibliotheken sind wichtige Hüter des kulturellen Erbes. Aber wie gestalten sie den Zugang zu den Schätzen, die dort erschlossen, restauriert und bewahrt werden? Heißt „freier Zugang“ auch „kostenfreier Zugang“? Wie ändern sich im Informationszeitalter Anforderungen und Selbstverständnis von Gedächtnisinstitutionen? Welche Rolle spielen partizipative Initiativen wie Wikipedia; welche Bedeutung hat die Privatwirtschaft? Warum wird beim Zugang zum kulturellen Erbe oft in kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzungen unterschieden? Wie berechtigt ist diese Unterscheidung? Welche Verantwortung haben Gedächtnisinstitutionen, wenn sie den Zugang zum kulturellen Erbe gestalten? Wächst die Verantwortung mit der Menge dessen, was dem kulturellen Erbe zugerechnet wird? Welche Verantwortung ist mit dem leichteren Zugang verbunden?

Die Internationale Konferenz „Zugang gestalten!“ am 22. und 23. Oktober 2012 im Jüdischen Museum in Berlin will die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Zugang zum kulturellen Erbe aufzeigen und die damit in Zusammenhang stehenden Fragen öffentlich mit Fachleuten aus Kultur, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik diskutieren. Zum Programm

Der Hashtag zur Konferenz ist #ke12 

20.10.12 Konferenz: Ein Gesellschaftsvertrag für das digitale Zeitalter

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / die Grünen veranstaltet ihren 2. Netzpolitischen Kongress. Mit dabei iRights.lab-Partner Philipp Otto mit einem Workshop zum Urheberrecht.

Philipp Otto bietet zusammen mit Prof. Leonhard Dobusch und dem Justiziar des Heise-Verlages Jörg Heidrich den Workshop "Das Urheberrecht im Internet: Zwischen Partikularinteresse, offenen Lizenzen und gesellschaftlichem Ausgleich" für alle interessierten Kongressteilnehmer an. Auf der Veranstaltungen treten als Headliner auch noch der ehemaliger Innovationsberater von Außenministerin Hillary Clinton, Ben Scott, und der US-Professor Lawrence Lessig auf. Das ganze Programm findet sich hier.

17.10.12 iRights.lab – Strategien für die digitale Welt

Mit dem Launch des Think Tanks iRights.lab und der Anwaltskanzlei iRights.law wird das erfolgreiche und eingeführte Angebot iRights.info um zwei entscheidende Standbeine ergänzt. iRights.lab hilft Unternehmen, der öffentlichen Hand, Wissenschaft, Politik und Kreativen, die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern und dessen großes Potenzial bestmöglich zu nutzen. iRights.law leistet Rechtsberatung und vertritt, wo nötig, vor Gericht.

Als unabhängiger Think Tank, der Strategien für die digitale Welt entwickelt, ist das iRights.lab weder parteipolitisch, noch an Unternehmen gebunden. Vielmehr werden Fragestellungen entwickelt und die möglichen Antworten erforscht – interdisziplinär, unabhängig, verständlich, ergebnisoffen.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es, wie sehen die technischen Möglichkeiten aus, wie werden sich politische Prozesse entwickeln, wie verhält man sich auf neuen Märkten, wie kommuniziert man über soziale Netzwerke? In so genannten Labs werden Themen zu den Schwerpunkten kreative Arbeit/Kreativwirtschaft, Innovation, Journalismus, Kultur oder Open Content inhaltlich und strategisch bearbeitet. iRights.lab ergänzt und erweitert iRights.info, das mehrfach preisgekrönte Informationsportal zum Urheberrecht in der digitalen Welt. „Rights.info wird weiterhin aufklären und informieren. Was iRights.info als gemeinnütziger Verein nicht leisten kann, ist zu forschen, zu beraten, zu entwickeln. Diese Lücke füllt das iRights.lab, ergänzt durch iRights.law“, so Matthias Spielkamp, Partner bei iRights.lab.

Rechtsberatung für die digitale Welt

iRights.law berät vor allem Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu Rechtsfragen in der digitalen Welt, unter anderem zu Problemstellungen bei Open Source Software und Open Content, digitalen Strategien von Gedächtnis- und Wissensinstitutionen oder der rechtlichen Begleitung neuer Geschäftsmodelle. Darüber hinaus arbeitet das Team von Dr. Till Kreutzer zu klassischen IT- und IP-Rechtsfragen, entwickelt und verhandelt Verträge, erstellt Gutachten und vertritt Mandanten auch vor Gericht, wenn es nötig werden sollte.

Das Team

  • Dr. Paul Klimpel, Leiter iRights.lab Kultur und Partner bei iRights.law
  • Dr. Till Kreutzer, Partner bei iRights.lab und iRights.law, Gründungsmitglied und Redaktionsleiter von iRights.info
  • Philipp Otto, Partner bei iRights.lab, Redaktionsleiter von iRights.info
  • Matthias Spielkamp, Partner bei iRights.lab, Gründungsmitglied und Redaktionsleiter von iRights.info
  • John H. Weitzmann, Leiter des iRights.lab Open Content, Partner bei iRights.law, Redakteur bei iRights.info

Details zum Team

10.10.12 Kulturelles Erbe: „Die Digitalisierung ist ein Meilenstein“

Museen und Archive könnten ihre Sammlungen komplett digitalisieren und online stellen. Wie attraktiv solche Visionen sind, und was sie bremst, erkundet die Konferenz „Zugang gestalten!“ Ende Oktober in Berlin. Die Initiatoren Börries von Notz (Jüdisches Museum Berlin) und Paul Klimpel (iRightsLab) erläutern im Interview, warum ihnen der Diskurs zur Digitalisierung wichtig ist.

Hintergrund

Die internationale Konferenz  Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe widmet sich Ende Oktober in Berlin der Frage, wie sich die Aufgaben und die Arbeit von Museen und Archiven im digitalen Zeitalter verändern. Veranstalter sind das Jüdische Museum Berlin, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Internet & Gesellschaft Collaboratory, iRightsLab Kultur, die Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland.

Über die Hintergründe sprach iRights.info-Redakteur Alexander Wragge mit Börries von Notz, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Jüdisches Museum, und mit Paul Klimpel, der die Konferenz leitet. Klimpel ist außerdem Leiter Kultur bei iRightsLab und Koordinator der Arbeitsgruppe „Kulturelles Erbe” des Internet & Gesellschaft Collaboratory. 
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iRights.info:
Der Titel der kommenden Konferenz lautet: „Zugang gestalten – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“. Würden Sie sagen, man geht bisher verantwortungslos mit dem kulturellen Erbe um?

Börries von Notz: Nein, so zugespitzt sicher nicht. Der Begriff Verantwortung bezieht sich auf den ersten Teil des Titels „Zugang gestalten“. Kultureinrichtungen stehen heute vor der bedeutenden Aufgabe, sich den Bedürfnissen der Allgemeinheit anzupassen, für die sie da sind. Kulturelles Erbe soll erhalten werden und zugänglich sein, für Forschungszwecke, zum persönlichen Wissensgewinn, auch zur Erbauung des Einzelnen. Es ist keine Überraschung, dass wir mit dem Internet völlig neue Möglichkeiten des Zugangs haben und auch neue Bedürfnisse generieren. 

Paul Klimpel: Die Wendung „Mehr Verantwortung” bezieht sich auf den ganzen Diskurs, den wir über das kulturelle Erbe führen müssen. Es geht nicht allein um die Digitalisierung der analogen Bestände der Archive, sondern auch um die Kulturgüter, die heute digital erzeugt werden. Wie können wir sie für die Zukunft bewahren? Was sollen wir aufheben? Die Verantwortung der Gedächtnisinstitutionen ist gewachsen. Sie sollen die physischen Werkträger, die Bücher, Filme und Fotos erhalten – das war immer schon so. Sie sollen sie zusätzlich digitalisieren und die Verantwortung für die entstehenden Digitalisate übernehmen. Und sie sollen unsere heutige digitale Kultur für die Zukunft bewahren.

„Alle Ausstellungen in 3D überall auf der Welt erlebbar“  

iRights.info: An wen richtet sich die Konferenz?

Börries von Notz: Wir richten uns an eine ganze Branche. Wir haben in Deutschland allein mehr als 7.000 Museen und unzählige öffentliche und private Archive. Sie bewahren einen historischen Schatz. Diese Branche soll sich damit auseinandersetzen, wie wir heute und morgen den Zugang dazu gestalten, um den Bedürfnissen der Allgemeinheit gerecht zu werden. Wir erwarten nicht gleich konkrete Ergebnisse, sondern wollen den Diskurs in Gang bringen. Neben einer Bestandsaufnahme geht es um Visionen und Modelle.

iRights.info: Welche neuen Möglichkeiten des Zugangs gibt es im Internetzeitalter?

Börries von Notz: Heute sieht unser Archiv-Alltag noch meist so aus: Jemand stellt bei uns eine Anfrage, ob wir Dokumente im Archiv haben, zu einem bestimmten Vorgang oder zu einem Thema. Dann muss ein Mitarbeiter in den Archiven über sogenannte Find-Bücher das entsprechende Archiv-Gut suchen. Der Nutzer macht einen Termin und kommt zu uns in die Lindenstraße in Berlin. Ein Mitarbeiter bringt ihm die entsprechenden Archivboxen, also graue Pappschachteln, die er dann mit Handschuhen im Lesesaal durchsehen kann.

Rein theoretisch wäre diese Prozedur nicht mehr nötig. Wir könnten alle Texte digitalisieren und online stellen. Ein Forscher aus den USA müsste nicht extra nach Berlin reisen. Er könnte unsere Bestände mit einer Volltext-Suche und mit Hilfe von Schlagworten online durchforsten. Wir könnten beispielsweise auch alle unsere Gegenstände scannen und in 3D darstellen. Grundsätzlich wäre es damit auch möglich, alle unsere Ausstellungen in 3D überall auf der Welt erlebbar zu machen. Allerdings hat sich gezeigt, dass viele Nutzer den Besuch vor Ort immer noch vorziehen.

Generell muss man sagen, die Digitalisierung ist ein Meilenstein für die Nutzung von Kulturgütern. Das gesamte Wissen der Archive könnte weltweit zugänglich und durchsuchbar sein. Von diesem Maximal-Zugang sind wir aber noch weit entfernt, aus finanziellen, technischen und rechtlichen Gründen. 

Die Stimmung in den Institutionen ist entscheidend“ 

iRights.info: Herrscht angesichts der digitalen Möglichkeiten Aufbruchsstimmung in der Branche?

Börries von Notz: Die erste Euphorie, die Mitte bis Ende der 90er einsetzte, als es auch politische Initiativen zur Digitalisierung des Kulturguts gab, ist meines Erachtens vorbei. Zwar ist allen klar, die Digitalisierung wird sich durchsetzen, richtig große Initiativen gibt es aber noch nicht. Das Jüdische Museum hat sich auf 3-D-Projekte konzentriert. Wir stehen kurz davor, 3D-Darstellungen von Kunst- und Alltagsgegenständen umfangreich online zu stellen, stoßen hier aber auch auf rechtliche Hürden. Bei den Text-Archiven sind wir noch nicht so weit. 

Paul Klimpel: Ich teile die Beobachtung. Große Euphorie herrscht nicht. Das hat auch damit zu tun, dass damit ein Bruch in gewohnten Arbeitsabläufen von Museen verbunden ist. Das führt oft zu  Ängsten und Skepsis. Museen und Archive gehen sehr unterschiedlich mit der Digitalisierung um, manche sehr engagiert, manche sehr defensiv. Die Stimmung in den Institutionen ist entscheidend. Das Jüdische Museum zeigt großes Engagement.

Archivare sind auf lange Zeit unverzichtbar 

iRights.info: Müssen Archivare fürchten, dass ihre Arbeitsplätze verlorengehen, wenn niemand mehr die grauen Pappschachteln aus dem Schrank holt, weil ihr Inhalt digitalisiert ist?

Börries von Notz: Nein. Wir stehen ganz am Anfang und werden eher mehr Mitarbeiter brauchen, weil die Aufgaben der Digitalisierung dazukommen. Weiterhin müssen Archivare das physische Archivgut bewahren. Die Digitalisierung erfordert auch große Kenntnisse, etwa bei der Veschlagwortung. Niemandem nutzen irgendwelche Briefe, wenn wir nicht wissen, wer sie wann an wen geschrieben hat, worum es darin geht. Die Archivare sind auf lange Zeit unverzichtbar.  

Paul Klimpel: Der Archivar hat in analogen Zeiten einen großen Teil seiner Arbeit mit sehr mühseligen, mechanischen Tätigkeiten verbracht. Durch die Digitalisierung kann er sich viel stärker einer inhaltlichen Erschließung widmen, die kein Webservice leisten kann. Das ist letztlich auch eine erfüllendere und wichtigere Arbeit. Eine Verunsicherung auch für die Mitarbeiter sind sicherlich die rechtlichen Hürden der Digitalisierung.

„Große Teile unserer Sammlung können wir niemandem im Netz zeigen“ 

iRights.info: Wo liegen die größten rechtlichen Hürden für die Digitalisierung?

Paul Klimpel: Kurz gesagt: Das Gesetz verlangt für jedes einzelne Werk, das noch einer urheberrechtlichen Schutzfrist unterliegt, eine Klärung der Rechte und eine Nutzungslizenz. Die wenigen Nutzungen, die Archive ohne Lizenz vornehmen dürfen, beschränken sich auf den Substanzerhalt. Wenn wir von Massendigitalisierung sprechen, ist diese Einzelrechteklärung schlichtweg nicht machbar. 

Börries von Notz: Für uns spielen auch die persönlichkeitsrechtlichen Aspekte des Urheberrechts eine große Rolle. Wir müssen beispielsweise überlegen, ob wir Fotos online stellen dürfen, auf denen Personen abgebildet sind. Anders als Presseorgane dürfen wir das nicht unbedingt.

Bei den Lizenzen sind auch die Kosten ein großer Faktor. Die Lizenzgebühren, um Kunstwerke, Fotos und Filme dauerhaft online zugänglich zu machen, sind in der Regel nicht bezahlbar, sie übersteigen unsere finanziellen Möglichkeiten. Leider ist es oft noch nicht einmal möglich, eine kleine Abbildung in geringer Qualität online zu stellen. Damit könnten die Nutzer wenigstens feststellen, welche Werke in unserem Museum sind. In seltenen Fällen wird es Gedächtnisinstitutionen auch grundsätzlich verwehrt, Werke online zu stellen. Das heißt zusammengefasst: Wir haben große Teile unserer Sammlung, die wir zwar vor Ort jedem zeigen können, allerdings niemandem im Netz.

„Wir können es uns finanziell nicht leisten“

iRights.info: Das Urheberrecht steht dem Zugang zum kulturellen Erbe im Weg?

Börries von Notz: Das Urheberrecht stammt aus einer Zeit, in der es das Internet noch nicht gab. Inzwischen akzeptieren wir, dass das Internet zur Lebenswirklichkeit gehört wie öffentliche Straßen oder Flughäfen und kein abgeschlossener Raum ist. Aber der Rechtszustand, der in analogen Zeiten vollkommen berechtigt war, passt nicht mehr zu dieser Infrastruktur des öffentlichen Lebens. Das Urheberrecht musste schon immer an die technischen Entwicklungen angepasst werden, damit es neue Möglichkeiten nicht behindert. Als Gedächtnisorganisation zahlen wir sehr gute Honorare, etwa wenn wir für einen Katalog Bildrechte einholen. Aber wir fühlen uns bei unserer eigentlichen Aufgabe massiv behindert. Wir können es uns finanziell nicht leisten, unsere Sammlung so zugänglich machen, wie das für die Allgemeinheit wünschenswert wäre. 

Paul Klimpel: Die Werke in den Sammlungen und Archiven haben ihre kommerzielle Auswertungsphase meist längst hinter sich. Doch die Verwertungsrechte sind in der Regel schwer zu recherchieren. Allein die Rechteklärung bindet unglaublich viele Ressourcen. Die Kosten der Recherche übersteigen oft die Lizenzgebühren, die überhaupt für die Nutzung anfallen. Für den Massenbetrieb eines Archivs ist dieser Aufwand nicht zu leisten.

Es geht nicht darum, in die heutigen Interessenkonflikte einzugreifen 

iRights.info: Welche Erleichterungen wären denkbar? Die Fair-Use-Klausel in den USA sieht beispielsweise vor, dass Werke zu nicht-gewerblichen Zwecken auch ohne Lizenz genutzt werden dürfen…

Börries von Notz: Mit der Fair-Use kann ich mich deshalb nicht so recht anfreunden, weil offen bleibt, wann eine kommerzielle Nutzung anfängt. Der Großteil unseres Etats kommt aus öffentlicher Hand, doch wir verkaufen auch Tickets, Kataloge und Merchandise-Produkte, und wir vermieten unsere Räumlichkeiten. Sind wir also eine kommerzielle Institution oder nicht? Das ist schwer zu sagen. Es ist auch nichts Schlimmes daran, Profite zu machen, um sie in unsere Arbeit zu stecken. Fair Use hört sich charmant an, muss sich aber stets in Grenzbereichen und Einzelfällen beweisen. 

Aber zu den Lösungsansätzen. Wir haben uns bei der Planung der Konferenz sehr intensiv darüber ausgetauscht, was wir uns eigentlich wünschen würden, und sind uns darüber nicht klar. Wir sehen die widerstreitenden Interessen, die jeweils zweifelsohne berechtigt sind. Realistischer Weise wird das Urheberrecht in den kommenden zwei bis drei Jahren nicht grundlegend geändert. Indem wir auf der Konferenz einen Tag über Tabus, Zukunftsvisionen und –modelle sprechen, wollen wir einen brancheninternen Diskurs darüber befördern, wie wir der allgemeinen Interessenlage besser Rechnung tragen könnten. Auch wenn die Urheberrechtsdebatte so erhitzt geführt wird, glaube ich, es gibt durchaus Möglichkeiten zum Konsens. 

Paul Klimpel: Das denke ich auch. Ein Beispiel: Bei manchem Film aus den 20er Jahren sind nicht mehr alle Urheber bekannt, die entsprechenden Verträge sind verschollen und die Filmfirma existiert gar nicht mehr. Nach dem geltenden Urheberrecht darf ein Museum den Film nicht zeigen, denn es kann die erforderlichen Rechte nicht einholen. In solchen Fällen sagt niemand: ‚Wie gut, dass wir diesen Film im Keller lassen‘. Es gibt einen breiten Konsens, dass viele der Behinderungen bei der Zugänglichmachung von Kulturgut nicht gewollt sind, und dass sie weder dem Künstler noch der Kultur dienen. Beim kulturellen Erbe finden wir schneller als bei aktuellen Auseinandersetzungen um das Urheberrecht zu einem gemeinsamen Verständnis. Wir haben die Hoffnung, dass für die Bewahrung und Zugänglichmachung der heutigen Kultur irgendwann bessere Regeln gelten, als heute für die Stummfilme der 20er Jahre. Es geht aber nicht darum, in die heutigen Interessenkonflikte einzugreifen.

Börris von Notz: Aus meiner Sicht müssen sich Gedächtnisinstitutionen auch fragen, wie sie Werke zugänglich machen, die sie selbst schaffen. Wenn Museumsmitarbeiter einen Text schreiben, und für die Nutzung durch Dritte 500 Euro Lizenzgebühr verlangt werden, halte ich das für nicht nachvollziehbar, schließlich wurde der Text aus Steuergeldern finanziert. Wer selbst einen möglichst freien Zugang will, darf ihn nichts selbst erschweren. 

Paul Klimpel: Viele Museen sind hier natürlich in der Zwickmühle. In ihren Etats werden teilweise Einnahmeerwartungen aus Lizenzgebühren festgelegt, selbst wenn es betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht, und die Kosten der Gebührenerhebung die Einnahmen aus den Gebühren übersteigen. Die öffentlichen Geldgeber formulieren diese Erwartungen, deshalb würde ich Museen und Archive in Schutz nehmen. 

Wer bestimmt heute noch einen Kanon? 

iRights.info: Warum steht auch das Thema Crowd auf dem Konferenz-Programm?

Paul Klimpel: Wir fragen, wie die Crowd oder die Masse die Arbeit der Archive und Museen ändert. Immer mehr Personen tragen mit ihren Werken zu dem bei, was wir unter kulturellem Erbe verstehen. Beispielsweise archiviert die Library of Congress in Washington sämtliche Twitter-Meldungen. Es sind aber nicht mehr unbedingt Museen und Archive, die darüber bestimmen, was eigentlich zum kulturellen Erbe gehört. Wer bestimmt heute noch einen Kanon? Wir wollen über diese Veränderungen sprechen und darüber, wie die vorhandene wissenschaftliche Expertise der Museen und Archive weiterhin zur Geltung kommt.

Programm der Konferenz

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