Aktuell

14.05.14

Veranstaltung: Digitaler Straßenkampf oder Selbstverpflichtung – Wie entstehen Regeln im Netz?

Stehen Unternehmen in der Verantwortung für Datenschutz und angemessenes wirtschaftliches Handeln? Muss die Politik aktiv werden, um ein Gleichgewicht zu finden zwischen Bürgerrechten und Privatsphäre auf der einen und Sicherheitsanforderungen und Geschäftsmodellen auf der anderen Seite? Oder braucht es bürgerschaftliche Initiativen und Massenproteste, einen „digitalen Straßenkampf“, um den Nutzern eine Stimme zu geben?

Diese und weitere Fragen diskutieren Expertinnen und Experten am Mittwoch, 14. Mai 2014 in der Berliner Kalkscheune anlässlich der dritten öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“

03.03.14

Groundbreaking Journalism - internationale Konferenz zur Zukunft des Journalismus

Der Science-Fiction-Autor William Gibson hat es auf den Punkt gebracht: "Die Zukunft ist bereits da, sie ist nur nicht gleichmäßig verteilt." Dieses berühmt gewordene Bonmot ist die Leitlinie der Konferenz "Groundbreaking Journalism - At the Intersection of Man and Machine", die das iRights.Lab zusammen mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation am 3. April in Berlin veranstaltet. 

25.11.13

Zusammenfassung der öffentlichen Diskussionsveranstaltung „Facebook, WhatsApp, Google+: Wer macht die Regeln?“

Wer bestimmt die Regeln in sozialen Netzwerken? Diesen und vielen anderen Fragen stellten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbraucherschutz, Presse und Wirtschaft am 7. November 2013 in der Hamburger Bucerius Law School. Nach einem erfolgreichen Auftakt in München im Juli dieses Jahres war es die zweite öffentliche Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Projekts „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“.

28.10.13

Facebook, WhatsApp, Google+: Wer macht die Regeln? – Diskussionsveranstaltung am 7. November in Hamburg

Ist das Internet tatsächlich oder nur scheinbar ein öffentlicher Raum? Sind es die Betreiber der großen Internet-Plattformen, die darüber bestimmen, was wir im Netz dürfen und was nicht? Wer macht die Regeln in der digitalen Welt? Diese und ähnliche Fragen diskutieren Expertinnen und Experten am 7. November im Rahmen des Projektes „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ in der Bucerius Law School, Hamburg.

13.09.13

Neue OER-Broschüre erschienen

iRights.Lab hat im Auftrag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) eine Broschüre zu "Open Educational Resources" (OER) für die Praxis erstellt, die von Format und Ausrichtung her eine Lücke schließen soll.

04.09.13

Urheberkongress 2013 am 06. September in Berlin

Gemeinsame Veranstaltung des iRights.Lab und der Initiative Urheberrecht schafft ein Forum zur kontroversen Debatte aller Beteiligten

23.07.13

iRights.Lab in China: "Lost in Translation" am 24. Juli in Peking

Aus chinesischer Perspektive stellt der Westen eine Drohkulisse dar. Aus westlicher Perspektive macht China Angst. Wie lässt sich spezifisch darüber sprechen? Dieser Frage geht am 24. Juli die Konferenz „Lost in Translation” nach. Das iRights.Lab, das Goethe-Institut China und das Institute for Advanced Studies in Humanities and Social Science der Tsinghua University sind Partner der von dem Künstler und Filmemacher Christian von Borries ins Leben gerufenen Veranstaltung in Peking. Philipp Otto, Partner des iRights.Lab, ist dabei vor Ort auf einem Panel vertreten.

20.06.13

Auftaktveranstaltung am 04. Juli in München: Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?

Das iRights.Lab führt im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) einen zehnmonatigen Prozess zur Klärung dieser Frage durch. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob eine zunehmend digitalisierte Gesellschaft im Bereich der sozialen Normen neue Regelungen braucht, die nicht sofort gesetzlich ausgestaltet sein müssen. Teil des Prozesses ist die öffentliche Auftaktveranstaltung am 04. Juli in München.

14.04.13

Debatte über das Leistungsschutzrecht für Presseverlage beim Publishers Forum 2013

Unter dem Titel "Leistungsschutzrecht – gibt es ein ›FÜR‹?" werden am 23. April Frank Rieger vom Chaos Computer Club, Benno H. Pöppelmann, Justiziar des Deutschen Journalisten-Verbands und Matthias Spielkamp vom iRights.Lab darüber diskutieren, ob es auch Gründe geben kann, einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage positive Seiten abzugewinnen.

12.04.13

Futter: Neue Website der VolontärInnen der Evangelischen Journalistenschule

Dem Fisch noch einmal in die Augen sehen, bevor er auf den Teller kommt, eine Lovestory zwischen Biomöhre und Pampelmuse und 22 andere Geschichten: Auf der neuen Website "Futter" stellen die Volontärinnen und Volontäre der Evangelischen Journalistenschule in Berlin die Ergebnisse ihrer fünfwöchigen Crossmedia-Lehrredaktion vor. 

14.05.14 Veranstaltung: Digitaler Straßenkampf oder Selbstverpflichtung – Wie entstehen Regeln im Netz?

Stehen Unternehmen in der Verantwortung für Datenschutz und angemessenes wirtschaftliches Handeln? Muss die Politik aktiv werden, um ein Gleichgewicht zu finden zwischen Bürgerrechten und Privatsphäre auf der einen und Sicherheitsanforderungen und Geschäftsmodellen auf der anderen Seite? Oder braucht es bürgerschaftliche Initiativen und Massenproteste, einen „digitalen Straßenkampf“, um den Nutzern eine Stimme zu geben?

Diese und weitere Fragen diskutieren Expertinnen und Experten am Mittwoch, 14. Mai 2014 in der Berliner Kalkscheune anlässlich der dritten öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“

Das iRights.Lab führt dieses Projekt im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) durch. Es soll ausloten, ob ein Digitaler Kodex die Lücke zwischen den etablierten Regeln der analogen Welt und den noch unklaren Verantwortlichkeiten im Internet schließen kann. Das Projekt setzt sich insbesondere mit der Rolle von Plattformen auseinander, die den digitalen gesellschaftlichen Aktionsradius entscheidend mitbestimmen.

Informationen zum Programm finden Sie hier. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine zeitnahe Anmeldung empfohlen.

Bei Fragen steht Ihnen Julia Schrader unter j.schrader@irights-lab.de gern zur Verfügung. Hier finden Sie weitere Informationen zu Veranstaltung und Projekt.

Das Projekt wird geleitet von Philipp Otto, Partner des iRights.Lab.

Programm

17.30 Uhr – Einlass

18.00 Uhr – Begrüßung durch Matthias Kammer, Direktor, Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet und Philipp Otto, Projektleiter „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“, Partner iRights.Lab

18.10 Uhr – Grußwort von Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund, Europabeauftragte und Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement

18.20 Uhr – Keynote „Internationaler Blick: Wie entstehen Regeln im Netz?“ von Dr. Verena Metze-Mangold, Sozialwissenschaftlerin und Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission

18.40 Uhr – Keynote „Wer hat eigentlich die Macht im Netz, wer sollte sie haben?“ von Marina Weisband, Politikerin und ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei

Teil I: „Facebook vs. Verfassung? – Selbstbestimmung und öffentlicher Raum“

19.00 Uhr – Impulsvortrag
Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Wissenschaftlicher Referent, Hans-Bredow-Institut für  Medienforschung

19.15 Uhr – Streitgespräch
Susanne Dehmel, Bereichsleiterin Datenschutz, BITKOM e.V. und
Peter Schaar, Vorstand der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID)

19.30 Uhr – Fragerunde Publikum

19.45 Uhr – „Digitales – analog vorgetragen“ Salome Kammer (Gesang) und Peter Ludwig (Piano)

Teil II: „Wundermittel Transparenz“

20.00 Uhr – Impulsvortrag
Dr. Till Kreutzer, Partner iRights.Lab

20.15 Uhr – Streitgespräch
Prof. Natali Helberger, Institute for Information Law (IVIR), Amsterdam und
Dr. Ralf Bremer, Communications and Public Affairs Senior Manager, Google Deutschland

20.30 Uhr – Fragerunde Publikum

20.45 Uhr – Musikalischer Ausklang mit Salome Kammer (Gesang) und Peter Ludwig (Piano)

21.00 Uhr – Get together mit Buffet und Getränken

Moderation: Matthias Spielkamp, Partner iRights.Lab

03.03.14 Groundbreaking Journalism - internationale Konferenz zur Zukunft des Journalismus

Der Science-Fiction-Autor William Gibson hat es auf den Punkt gebracht: "Die Zukunft ist bereits da, sie ist nur nicht gleichmäßig verteilt." Dieses berühmt gewordene Bonmot ist die Leitlinie der Konferenz "Groundbreaking Journalism - At the Intersection of Man and Machine", die das iRights.Lab zusammen mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation am 3. April in Berlin veranstaltet. 

Wie beeinflussen Algorithmen unsere Aufmerksamkeit? Welche Software braucht der Journalismus? Und sind Drohnen das Aufnahmegerät der Zukunft? Diese und andere Fragen werden wir mit deutschen und internationalen Journalisten, Entwicklern und Medienmanagern diskutieren. Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt; Anmeldungen sind über die Website möglich, auf der auch ein stetig aktualisiertes Programm zu finden ist: Groundbreaking Journalism

Morning Sessions

When worlds collide: Innovation and Journalism

  • Keynote: Ludovic Blecher, Directeur Général, The Digital Innovation Press Fund, Paris
  • One-on-one with Ludovic Blecher
  • host: Matthias Spielkamp, partner, iRights.Lab (@spielkamp)
  • Q&A

What kind of software does journalism need?

Lightning Talk: Jonathan Stray, AP/Knight Overview Project (@jonathanstray)

Panel discussion with

  • Jonathan Stray
  • Annette Leßmöllmann, Professor for Science Communication, Karlsruhe Institute of Technology (@annetteless)
  • Dirk von Gehlen, head of Social Media and Innovation, Süddeutsche Zeitung (@dvg)
  • host: Geraldine de Bastion, newthinking.org (@geralbine)

New Ideas for a Changing Media World

Presentations (t.b.a.)

Breakout Lunch Sessions

New Ideas for a Changing Media World

Conversations with presenters

Exposing the invisible

Film Screening

Afternoon Sessions

A Crystal Ball – Predictive Analytics and Reporting

  • Lightning Talk: Jonathan Gosier, Founder, D8A Group and Abayima (@jongos)

Panel discussion with

  • Jonathan Gosier
  • Domenika Ahlrichs, deputy managing editor, ZEIT Online (@dahlrichs)
  • Lorenz Matzat, founder, Lokaler (@datenjournalist)
  • host: Solana Larsen, managing editor, Global Voices (@solanasaurus)

Are drones a journalist’s best friend?

Panel discussion with

  • Ben Kreimer, Drone Journalism Lab, University of Nebraska (@benkreimer)
  • Marek Tuszyinski, co-founder, Tactical Technology Collective (@Info_Activism)
  • t.b.a.
  • host: Matthias Spielkamp, partner, iRights.Lab

With an intervention by the Tactical Technology Collective and visual recording by Julian Kücklich (@playability).

 

25.11.13 Zusammenfassung der öffentlichen Diskussionsveranstaltung „Facebook, WhatsApp, Google+: Wer macht die Regeln?“

Wer bestimmt die Regeln in sozialen Netzwerken? Diesen und vielen anderen Fragen stellten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbraucherschutz, Presse und Wirtschaft am 7. November 2013 in der Hamburger Bucerius Law School. Nach einem erfolgreichen Auftakt in München im Juli dieses Jahres war es die zweite öffentliche Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Projekts „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“.

Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung, erläuterte in seiner Keynote die Struktur von Plattformen. Wie Nutzer Social Networks wie Facebook, WhatsApp und Google+ verwenden, wird zum einen durch das Gesetz und informelle soziale Normen bestimmt. Darüber hinaus spielten aber auch Softwarearchitektur und Vertragsgestaltung eine zentrale Rolle, so Schulz. Heißt: über bestimmte Formulierungen in den Nutzungsbedingungen, die die Nutzer anerkennen müssen, und technische Vorkehrungen bestimmen die privaten Betreiber, was Nutzer machen können und dürfen. Daraus folge, dass die Spielregeln auf Plattformen vornehmlich vom Anbieter dominiert würden. Um diese Probleme zu lösen, betonte Schulz, müssten alle vier Dimensionen der Netzstruktur in den Blick genommen werden. Eine Diskussion um einen Digitalen Kodex setze demnach ein Verständnis von Code, Technik, sozialen Normen und staatlichen Regeln voraus.

In der zweiten Keynote berichtete Moritz Nickel, Student an der Bucerius Law School, aus seinem digitalen Leben und diskutierte die Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke. Besonders die Kommunikations-, Organisations-, und Informationsfunktion von Plattformen hätten einen großen Nutzen, so der Student. Demgegenüber stünden Belanglosigkeit und Redundanz von Informationen, die in Social Networks entstehen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion vertrat Jutta Croll, Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der Stiftung Digitale Chancen, die Ansicht, dass die Nutzer durchaus in der Lage seien, die Regeln in sozialen Netzwerken mitzugestalten – etwa indem sie sich bestimmten Funktionen entzögen oder beispielsweise Profile deaktivierten. Dies könne durch die Förderung der Medienkompetenz verstärkt werden. In diesem Punkt stimmte ihr Sabine Frank zu, Leiterin Jugendschutz und Medienkompetenz bei Google, und verwies darauf, dass Nutzer nicht nur verschiedene Möglichkeiten haben, Plattformen zu nutzen, sondern auch frei seien zu entscheiden, was sie überhaupt nutzen. Auch Nickel schloss sich dieser Meinung an und hob die Eigenverantwortung der Nutzer hervor: „Jeder Nutzer muss aufpassen, wie er sich im Netz verhält“. Deutlich kritischer stufte Ole Reißmann, Redakteur Netzwelt bei Spiegel Online, die Nutzung von Plattformen ein und konstatierte: „Der Nutzer ist absolut ausgeliefert“, Plattformen hätten zunehmend leichten Zugriff auf die Daten der Nutzer. Durch die monopolistische Position von Anbietern wie Facebook seien die Austrittshürden enorm hoch, was ihre Macht verstärke. Während Reißmann den Zugriff auf die Daten als Problem sieht, betonte Frank, dass dadurch nützliche Funktionen entstehen. Auch Nickel hob hervor, dass ihm persönliche Datensicherheit weniger wichtig sei als die Kommunikations- und Organisationsfunktionen von Plattformen.

In der Debatte zur Rolle des Staates in diesem Prozess kristallisierten sich ebenfalls divergierende Meinungen heraus. Reißmann sprach sich ganz klar für eine Regulierung durch den Staat aus, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Zuständigkeiten bei den nationalen, aber auch internationalen Behörden nicht geklärt seien. Nickel hingegen plädierte für eine „sanfte Hand“ des Staates. Staatsrat Dr. Ralf Kleindiek von der Behörde für Justiz und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg, wies in diesem Zusammenhang auf fehlende Expertise hin: „Dem Staat fehlt die Power, das zu regeln. Wir haben keine technologische Souveränität in Bezug auf die digitalen Infrastrukturen.“ Die Vertreterin der Anbieter, Sabine Frank, sprach sich für das Modell der regulierten Selbstregulierung aus – jedoch fehle es an gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Selbstregulierung.

Wer die Regeln in sozialen Netzwerken bestimmt, ist sehr komplex – das hat die Podiumsdiskussion mehr als deutlich gemacht. Ein Kodex, so Staatsrat Kleindiek, der durch einen Aushandlungsprozess entsteht, an dem viele Betroffene beteiligt sind, könnte den Herausforderungen effektiver begegnen als das zusammenhangslose Handeln einzelner Akteure.

28.10.13 Facebook, WhatsApp, Google+: Wer macht die Regeln? – Diskussionsveranstaltung am 7. November in Hamburg

Ist das Internet tatsächlich oder nur scheinbar ein öffentlicher Raum? Sind es die Betreiber der großen Internet-Plattformen, die darüber bestimmen, was wir im Netz dürfen und was nicht? Wer macht die Regeln in der digitalen Welt? Diese und ähnliche Fragen diskutieren Expertinnen und Experten am 7. November im Rahmen des Projektes „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ in der Bucerius Law School, Hamburg.

Seit April dieses Jahres führt das iRights.Lab im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) einen Prozess zur Klärung dieser Frage durch. Dabei soll ausgelotet werden, ob ein solcher Kodex die Lücke zwischen etablierten Regeln der analogen Welt und den noch unklaren Verantwortlichkeiten im Internet schließen kann.

Rolle von Plattformen

In der zweiten Veranstaltung am 7. November setzen sich die Teilnehmer vor allem mit der Rolle von Plattformen auseinander. Ohne sie ist das Bewegen im digitalen Raum praktisch unmöglich geworden, und sie bestimmen immer stärker den digitalen gesellschaftlichen Aktionsradius.

Neben Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), Dr. Ralf Kleindiek, Staatsrat der Hamburger Behörde für Justiz und Gleichstellung sowie Philipp Otto, Partner bei iRights.Lab, sprechen Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung an der Universität Hamburg und Moritz Nickel, Student der Bucerius Law School, in Ihren Keynotes über Regeln in sozialen Netzwerken. Die anschließende Podiumsdiskussion bestreiten:

  • Jutta Croll, Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands, Stiftung Digitale Chancen
  • Sabine Frank, Leiterin Jugendschutz und Medienkompetenz, Google
  • Dr. Ralf Kleindiek, Staatsrat, Behörde für Justiz und Gleichstellung, Freie und Hansestadt Hamburg
  • Moritz Nickel, Student an der Bucerius Law School
  • Ole Reißmann, Redakteur Netzwelt, SPIEGEL ONLINE.

Moderiert wird die Veranstaltung von Matthias Spielkamp, Partner bei iRights.Lab.

Weitere Informationen zu Veranstaltung und Projekt unter www.divsi.de/projekte/digitaler-kodex.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Eine zeitnahe Anmeldung wird empfohlen.
Verbindliche Anmeldung unter https://www.divsi.de/hamburg.

13.09.13 Neue OER-Broschüre erschienen

iRights.Lab hat im Auftrag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) eine Broschüre zu "Open Educational Resources" (OER) für die Praxis erstellt, die von Format und Ausrichtung her eine Lücke schließen soll.

Die Publikation ist Teil eines Themenschwerpunkts der mabb für das Jahr 2013, zu dem auch OER-bezogene Veranstaltungen wie ein Workshop im Frühjahr sowie die Förderung der federführend durch Wikimedia Deutschland durchgeführten Konferenz "OERde13" in Berlin gehörten.

Im deutschsprachigen Raum scheint es bislang kein vergleichbares zugleich kompaktes und auf die Praxis von Lehrenden ausgerichtetes Format zur Information über OER zu geben. Die jetzt vorliegende Publikation stellt auf rund 60 Seiten im A6-Format zum einen die Eigenschaften und den Sinn von OER dar, gibt zum anderen aber auch ganz praktische Hinweise dazu, wie OER im Netz gefunden und rechtssicher eingesetzt werden können. Abgerundet wird der Inhalt durch eine knappe Anleitung, wie selbsterstellte Inhalte als OER freigegeben werden können. Zudem sind Erfahrungsberichte von Praktikern enthalten, die in Deutschland zu den Pionieren des Einsatzes von OER gehören.

Die Broschüre ist in einer Startauflage von 2.000 Stück erschienen und am Rande der Konferenz "OERde13" in Berlin erstmals vorgestellt worden. Sie kann gedruckt über die mabb bestellt bzw. als PDF von der dortigen Website heruntergeladen werden und ist unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 de für die Nachnutzung freigegeben (Einzelheiten siehe Impressum der Broschüre).

04.09.13 Urheberkongress 2013 am 06. September in Berlin

Gemeinsame Veranstaltung des iRights.Lab und der Initiative Urheberrecht schafft ein Forum zur kontroversen Debatte aller Beteiligten

Das Urheberrecht ist für die einen Glaubensfrage, für die anderen die Frage nach der ökonomischen Relevanz, für die Dritten geht es darum, wieviel Zugang zu Werken und Wissen eine Gesellschaft ihren Bürgern bieten sollte. In jedem Fall bleibt es auch nach der Bundestagswahl am 22. September ein wichtiger Punkt auf der politischen Agenda. Doch welche sind die wichtigsten Bereiche in denen es neue Regelungen braucht?

Antworten darauf sowie Orientierung im Hinblick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen liefert der Urheberkongress am 06. September in Berlin – die größte Veranstaltung zum Urheberrecht im Jahr 2013. In drei thematischen Blöcken werden die Themen Private Nutzung; Neue Finanzierungsmodelle sowie Werknutzung in Schule, Hochschule und Wissenschaft debattiert.

Die Veranstaltung kann via Livestream im Internet verfolgt werden. Hier findet sich ein Überblick auf das Programm.

urheberkongress2013.de

23.07.13 iRights.Lab in China: "Lost in Translation" am 24. Juli in Peking

Aus chinesischer Perspektive stellt der Westen eine Drohkulisse dar. Aus westlicher Perspektive macht China Angst. Wie lässt sich spezifisch darüber sprechen? Dieser Frage geht am 24. Juli die Konferenz „Lost in Translation” nach. Das iRights.Lab, das Goethe-Institut China und das Institute for Advanced Studies in Humanities and Social Science der Tsinghua University sind Partner der von dem Künstler und Filmemacher Christian von Borries ins Leben gerufenen Veranstaltung in Peking. Philipp Otto, Partner des iRights.Lab, ist dabei vor Ort auf einem Panel vertreten.

Die Angst des Westens vor China wurde jüngst wieder durch eine Umfrage des Pew Research Center eindrucksvoll bestätigt. Spiegel Online titelte daraufhin: „Ökonomische Supermacht: Chinas Aufstieg macht Deutschen Angst”. Bei allen diskutierten Aspekten fehlt es dabei jedoch insbesondere am Verständnis des gegenseitigen politischen Systems und grundlegender gesellschaftlicher Parameter. Bei der Konferenz geht es um Erfahrungen, Perspektiven und die gegenseitigen Vorstellungen von Gesellschaft in einer globalisierten Welt. In der Ankündigung heißt es zu den Themenschwerpunkten:

In der Diskussionsreihe LOST IN TRANSLATION werden Fragen zu Eigentum, Menschenrechtsdiskursen, geistigem Eigentum und Arbeitsrechten in ein Verhältnis gesetzt. Diese Rechtsdiskurse bilden eine gute, weil klar umrissene Grundlage für ein ansonsten uferlos erscheinendes Thema, nämlich Unterschiede im chinesischen und westlichen Denken klar zu benennen. Nur so können wir voneinander lernen. Eine konkrete Diskussion über Bilder und Realitäten ist das Ziel.

Neben Christian von Borries wird Wang Hui, Professor für chinesische Literatur an der Tsinghua Universität teilnehmen. Chao-Wei, Filmemacher aus Taiwan und ehemaliger Leiter der Dokumentarfilmabteilung von SunTV moderiert.

Mit der Kunst als Eisbrecher und gleichzeitig als Symptom des gegenseitigen Unverständnisses wird die Konferenz eröffnen. Aus der Ankündigung:

Christian von Borries wird Teile aus Bela Bartoks Ballettpantomime “Der wunderbare Mandarin” aus dem Jahre 1926 erläutern, einen Klassiker westlicher Avantgardemusik, der eine tragische Geschichte um einen reichen Chinesen zum Thema hat. Denn auch in den Künsten gibt es Exotismus, Misstrauen. In Bartoks Geschichte wird der Chinese als undurchschaubare Gestalt ohne Gefühle dargestellt. Die Missverständnisse gehen weit, und das seit langem schon. Aus westlicher Perspektive wird China zu einem Ort, von dem wir lernen müssen.


Die vier Themenschwerpunkte im Einzelnen:

1. Eigentumsverhältnisse
Im Westen ist Grund und Boden käuflich, in China nicht.
Wie wesentlich ist dieser Unterschied für die beiden kapitalistisch organisierten Wirtschaftssysteme?
Eine neue kaufkräftige Mittelschicht in China sucht Perfektion in Geräten wie dem iPhone. Diese Konsumenten verhoffen sich möglicherweise vom Apple-Produkt eine neue Identität, die sie sonst im Alltag nicht finden. Dahinter steht die psychische Kondition eines “to be part of it”, vermutet Chao Wei. Eigentumsverhältnisse werden also unter ökonomischen und symbolischen Gesichtspunkten betrachtet. Anhand von Bildmaterial über Deng Xiao Ping und über Steve Jobs wird die Thematik diskutiert. Im Shop des Nationalmuseums am Tiananmen Platz liegen Mao-Biografien neben Steve Jobs-Biografien aus. Daraus ergibt sich die Frage, welche Bedeutung die (visuellen) Narrationen, die in diesen Büchern festgehalten sind, für das heutige China haben.

Diskutanten:

Wang Hui, Professor für chinesische Literatur an der Tsinghua Universität
Oliver Wang, Immobilienentwickler Guanfang Estate Group und Fotograf in Beijing

2. Menschenrechte
Hier geht es um den sogenannten Menschenrechtsdiskurs, und wie er zu einem Instrument des Westens wurde um Demokratie weltweit zu vermarkten. Der chinesische Staat beobachtet westliche NGOs skeptisch, weil er dahinter das Durchsetzen westlicher Werte in China vermutet und deren Universalismusanspruch ablehnt. Wenn westliche Regierungsvertreter nach China reisen, wird im Heimatland berichtet, dass in Gesprächen mit chinesischen Politikern die Menschenrechte angesprochen wurden. Der Moralisierung von Menschenrechten lässt sich folgende Aussage von Brecht entgegen halten, „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. Welche Interessen werden anhand von Menschenrechten verhandelt? Was ist die Schattenseite der Menschenrechte? Dieser Menschenrechtsdiskurs steht in direktem Zusammenhang mit dem Arbeitsrecht. Als Bildmaterial wird eine Auswahl von Clips eingespielt, die in China aktive NGOs produziert haben.

Diskutant:

Zhang Kai, Anwalt für die Rechte entrechteter chinesischer Bürger

3. "Geistiges Eigentum"
Warum entsprach vor hundert Jahren Made in Germany dem heutigen Made in China? Wie und was können wir aus dieser Entwicklung lernen? Obwohl China seit einigen Jahren Mitglied der WTO ist, ist die Umgangsweise mit dem Recht auf geistiges Eigentum kulturell bedingt, bis heute dem westlichen Umgang mit dieser Frage diametral entgegengesetzt. Deutlich wird dieser Umstand am Vorwurf des Westens, dass in China alle westlichen Produkte kopiert werden. Andererseits drückt sich im Phänomen Shanzhai ein ökonomisch notwendiger Umgang und eine kreative Aneignung mit diesen westlichen Vorlagen aus. In der westlichen Idee vom Urheberrecht geht es um Eigentumsverhältnisse. Deswegen steht die internationale Durchsetzung von Urheberrechten ganz oben auf der Agenda westlicher Industrien, insbesondere im Vergleich zu Arbeitsrechten.

Diskutanten:

Shen Dong, Zentrale Universität für Kommunikation Beijing und CCTV Reporter
Philipp Otto, Partner des iRights.Lab und Redaktionsleiter von iRights.info, Berlin

4. Arbeitsrechte
Im Westen können wir einen Trend zur Selbstausbeutung beobachten, der mit einem Gefühl von Freiheit einhergeht. Wird das ein weltweiter Trend werden? Wie unterscheidet sich die Situation in China? Was lässt sich aus der Doppelmoral schließen, wenn der Westen in China einerseits zu Billiglöhnen produzieren lässt und andererseits die Missachtung von Menschenrechten kritisiert? Welche Rolle spielen der Staat, NGOs und Gewerkschaften in Situationen, in denen Arbeiter ausgebeutet werden? Wang Hui argumentiert, dass aus westlicher Sicht Urheberrechten ein wesentlich höherer Wert eingeräumt wird als Arbeitsrechten.
Ein Interview, das Christian von Borries zusammen mit Debby Chan mit einem Foxconn-Mitarbeiter geführt hat, liefert an diesem Abend die Diskussionsgrundlage.

Diskutanten:

Li Qiang, Direktor von China Labor Watch, New York
Debby Chan, ehemalige Project Officer SACOM (Students & Scholars against Corporate Misbehavior), Hong Kong


Zum Abschluss wird es noch die chinesische Erstaufführung des chinesisch-amerikanischen Dokumentarvideos HIGH TECH LOW LIFE geben. In diesem Film werden zwei chinesische Blogger begleitet und ihr Alltag beschrieben. Während der Veranstaltung wird Christian von Borries zudem erste Sequenzen aus seinem aktuellen, aber noch nicht ganz fertigen Dokumentarfilm iPhone China vorstellen.

Ort der Veranstaltung ist das Institute for Provocation in Peking, Konferenzsprachen werden Mandarin, Englisch und Deutsch sein. Die Veranstaltung wird auf Video mitgeschnitten und im Nachgang online zur Verfügung gestellt. Alle Interessierten, die sich in Peking und China aufhalten, sind herzlich eingeladen.

20.06.13 Auftaktveranstaltung am 04. Juli in München: Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?

Das iRights.Lab führt im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) einen zehnmonatigen Prozess zur Klärung dieser Frage durch. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob eine zunehmend digitalisierte Gesellschaft im Bereich der sozialen Normen neue Regelungen braucht, die nicht sofort gesetzlich ausgestaltet sein müssen. Teil des Prozesses ist die öffentliche Auftaktveranstaltung am 04. Juli in München.

Unser Arbeits- und Freizeitverhalten hat sich durch das Internet fundamental verändert. Wir verbringen immer mehr Zeit online und haben direkten Zugriff auf neue Strukturen, Möglichkeiten und Denkmuster. Unklar ist, wie sich die über einen langen Zeitraum eingeübte und bewährte ethisch-soziale Verhaltensweisen der „analogen Welt“ in das digitale Zeitalter übertragen lassen. Oder anders ausgedrückt: Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?

 

Zur Beantwortung dieser Frage - die Expertenkonsultationen in den Bereichen Datenschutz, Internet Governance, politische Bildung, Arbeitswelt, Verfassungsrecht und Ökonomie sowie eine Befragung von Internetnutzern und öffentliche Veranstaltungen vorsieht - hat das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) den unabhängigen Think Tank iRights.Lab beauftragt.

 

Verantwortung in der digitalen Welt

Den Auftakt der öffentlichen Diskussion bildet die Veranstaltung „Jeder macht im Netz, was er will – Verantwortung in der digitalen Welt“ am Donnerstag, 4. Juli 2013, im Oberangertheater München. Neben Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und Philipp Otto, Partner bei iRights.Lab, sprechen Dr. Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und Timo Greger, Sprecher des Landesschülerrats Bayern über „Verantwortung als Quelle von Internetpolitik?“ und „Mein digitales Leben“.

 

Die anschließende Podiumsdiskussion „Wer trägt die Verantwortung in der digitalen Welt?“ bestreiten:

  • Tatjana Halm, Referatsleiterin Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Bayern

  • Staatssekretär Franz-Josef Pschierer, IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung

  • Stefan Plöchinger, Chefredakteur der Online-Redaktion der Süddeutschen Zeitung

  • Prof. Dr. Dr. h. c. Johannes Buchmann, Direktor des Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) und Inhaber des Lehrstuhls für Kryptographie an der Technischen Universität Darmstadt


Die Moderation übernimmt Matthias Spielkamp, Partner bei iRights.Lab.

Unter www.disvsi.de finden sich Agenda und das Anmeldeformular der Auftaktveranstaltung.

14.04.13 Debatte über das Leistungsschutzrecht für Presseverlage beim Publishers Forum 2013

Unter dem Titel "Leistungsschutzrecht – gibt es ein ›FÜR‹?" werden am 23. April Frank Rieger vom Chaos Computer Club, Benno H. Pöppelmann, Justiziar des Deutschen Journalisten-Verbands und Matthias Spielkamp vom iRights.Lab darüber diskutieren, ob es auch Gründe geben kann, einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage positive Seiten abzugewinnen.

Das gesamte Programm des Publishers Forum kann hier (PDF, 337 kb) herunter geladen werden.

12.04.13 Futter: Neue Website der VolontärInnen der Evangelischen Journalistenschule

Dem Fisch noch einmal in die Augen sehen, bevor er auf den Teller kommt, eine Lovestory zwischen Biomöhre und Pampelmuse und 22 andere Geschichten: Auf der neuen Website "Futter" stellen die Volontärinnen und Volontäre der Evangelischen Journalistenschule in Berlin die Ergebnisse ihrer fünfwöchigen Crossmedia-Lehrredaktion vor. 

Futter - ein Web-Magazin des 10. Jahrgangs der Evangelischen JournalistenschuleJeweils acht Videobeiträge, Audio-Slideshows und Bildergalerien hatten die VolontärInnen in den vergangenen vier Wochen produziert. Nun sind sie im Web-Magazin Futter online gestellt worden, angeleitet von iRights.Lab-Partner Matthias Spielkamp und Designer und Web-Entwickler Jan Persiel.

In responsive design gestaltet, ist das Angebot auch auf Smartphones und Tablets perfekt dargestellt und navigierbar. Alle Inhalte der Site sind von den 16 Volontärinnen und Volontären des 10. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule selbst erstellt, mit Unterstützung von drei Trainerteams: für die Fotos war, wie fürs Design, Jan Persiel zuständig, für die Audio-Slideshows Kai Schächtele und Christian Frey, für die Video-Produktion Birgitta Schülke und Anja Brockmann.